www.goerkau.de

Liebe Görkauer Heimatfreunde, liebe Landsleute!

* * *

Totengedenken im November

 

Einige Tage im November sind traditionelle Gedenktage für die Toten und für die Gefallenen der Kriege.

Der 1. November ist der kirchliche Gedenktag „Allerheiligen“. An diesem Tag wird all derer gedacht, die nicht im „Heiligenkalender“ der kath. Kirche verzeichnet sind, aber trotzdem als heiligmäßige Menschen gelebt haben und ebenso als Vorbilder für uns alle - nicht nur für Christen - dienen können.

Der 2. November wird als „Allerseelentag“ begangen. An diesem Tag gedenken wir unserer verstorbenen Angehörigen und Freunde. Wir schmücken die Gräber (soweit das noch möglich ist) und gedenken ihrer bei einem Gottesdienst oder im persönlichen Gebet.

Der Totensonntag, auch Ewigkeitssonntag genannt (letzter Sonntag vor dem 1. Advent), den besonders die evangelischen Christen begehen, entspricht in etwa dem Allerseelentag.

Der Mittwoch vor dem Toten- oder Ewigkeitssonntag wird in evangelischen Regionen als Buß- und Bettag begangen. Dieser Tag ist allerdings gegenwärtig nur in Sachsen arbeitsfrei.

Der Volkstrauertag, der seit 1952 in Deutschland am vorletzten Sonntag des Kirchenjahres  begangen wird, wurde im Jahre 1919 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge vorgeschlagen und seit 1922 an verschiedenen Tagen im März als Gedächtnis der Opfer der zwei Weltkriege begangen.

Der Monat November gilt darum im Volksmund als „Trauer- und Gedächtnismonat“, was auch dem Wetter in dieser Zeit entspricht.

Danach beginnt mit dem Advent eine hoffnungsvollere Zeit mit den Erwartungen auf Weihnachten mit seinen frohen und gemütlichen Bräuchen, besonders in unserer erzgebirgischen Heimat.

Kriegerdenkmal_Goerkau

Kriegerdenkmal in Görkau auf dem alten Annenfriedhof (Annapark)

Zustand bis 1945

Dem GFK liegen die 139  Namen auf den einzelnen Tafeln vor;
diese sind auch der zentralen Erfassungsstelle für Altösterreich in Wien übermittelt worden. 


Kriegerdenkmal_Goerkau_heute

Das gleiche Denkmal im gegenwärtigen Zustand

- leider ohne Überschrift und ohne Namen der Gefallenen -

 

Hier auf dem Görkauer Kriegerdenkmal sind (waren) nur die Namen der 139 Gefallenen des Ersten Weltkrieges verzeichnet.
Es ist bis heute schwierig, der Opfer auch des Zweiten Weltkrieges und der Vertreibung der deutschen Bevölkerung, die an Zahlen vielfach größer ist,  auf Denkmalen öffentlich zu gedenken.
Vergessen wir unsere Gefallenen und unsere Verstorbenen nicht!

 

† † †

 

J. Sch.10 -2017

Literaturhinweise:

*  Im Buchkalender "Erzgebirge Saazerland" für 2018 vom Preußlerverlag (HPV) ist der Beitrag: "Die wundersame Geschichte des historischen Wandbildes in Görkau" auf den Seiten122 bis 130 erschienen.

* In der Komotauer Heimatzeitung, Heft Oktober-November 2017, ist der Bericht über die Quinauer Wallfahrten 2017 mit einigen Fotos veröffentlicht worden. Dieser Bericht steht auch auf unserer Internetseite unter Rückblicke 2017.

Die Komotauer Zeitung - auch "Heimat Chronik" genannt, ist die wichtigste Publikation unsere Heimatkreises Komotau für unsere Landsleute. Sie erscheint seit diesem Jahr leider nur noch jeden zweiten Monat als Doppelausgabe.

Gedruckt wird diese Zeitschrift im Helmut Preußler Verlag Nünberg und herausgegeben vom Kreisvorstand des Heimatkreises Komotau unter Leitung von Frau Hedwig Gemmrig.

Zahlreiche Heimatfreunde und Ortsbeteuer sowie der Förderverein Erzgebirge Saazerland füllen dieses "Heimatblatt" mit aktuellen Berichten und Fotos, mit Heimaterzählungen, sowie geschichtlichen, kulturellen, religiösen und politischen Beiträgen. Einen ansehnlichen Teil der 48 seitigen Doppelausgaben nehmen die Mitteilungen über die einzelnen Heimatorte und die Geburtstagswünsche unserer Landsleute ein.

Besonders für unsere Älteren, die sich nicht mehr mit den neuen Medien, wie z.B. dem Internet, anfreunden können, ist diese Zeitschrift das beste Bindeglied zwischen uns und unserer verlorenen Heimat und zwischen den Landsleuten untereinander.

Wer diese Heimatzeitung noch nicht abboniert hat, sollte das umgehend tun. Der Jahresbeitrag von 37,- € ist gut angelegtes Geld. Unter Tel.: 0911-954780 kann man eine Bestellung abgeben.

Jüngere Leute, die diese Zeilen hier im Internet lesen, haben somit die Möglichkeit, ihren Eltern, Großeltern, anderen Verwandten oder Freunden durch ein Abbo dieser Heimatzeitung eine große Freunde zu machen - vielleicht auch als Weihnachtsgeschenk.

J. Schmidt, Redaktion GFK