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Liebe Görkauer Heimatfreunde, liebe Landsleute!

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Hinweis:
die Weihnachtszeit endet nach dem katholischen Kirchenjahr mit dem Hochfest der Erscheinung des Herrn - Heilige Drei Könige; bzw. mit dem Fest der Taufe Jesu am 7. 1. 2018.
Nach alter christlicher und auch böhmischer Tradition bleiben allerdings die Weihnachtskrippen in den Kirchen und in vielen Familien bis zum 2. Februar, dem Fest Mariä Lichtmeß, stehen.

Eine ruhige und zufriedene Weihnachtszeit wünscht die Redaktion des Görkauer Freundeskreises!


Weihnachtskrippe_Goerkau
Görkauer Weihnachtskrippe

 

Eine frohe und gesegnete Weihnacht
sowie ein gesundes, zufriedenes Neues Jahr 2018
       

 wünschen, im Namen des Görkauer Freundeskreises,

Ute Müller und Jürgen Schmidt.

 



Weihnachtsbrief 2017

an die Görkauer, an die „ Jerker“ 

und alle Heimatfreunde

 

Liebe Heimatfreunde,

an Stelle des gewohnten bunten und umfangreichen Weihnachtsbriefes unseres unvergessenen Franz Löschner kommt in diesem Jahr diese Nachricht in einfacherer Form zu allen, die sich dem Görkauer Freundeskreis zugehörig und verbunden fühlen.

Gewiß wird unsere Anzahl kleiner, aber im Herzen verbindet uns immer noch unsere alte Heimatstadt Görkau und die sie umgebende Landschaft und die Dörfer. Gerade zur Advents- und Weihnachtszeit steigen in uns „Alten“, die die Kindheit am geliebten südlichen Erzgebirgshang verbringen durften, die Erinnerungen an Sitten und Bräuche, an Lichterglanz und Weihnachtsduft, an kleine Geschenke, alte Weihnachtslieder und an unsere eigenen Eltern und Großeltern wieder auf. Es sollte darum möglich sein, in diesen Wochen vor Weihnachten auch unseren Kindern, Enkeln und womöglich auch Urenkeln zu erzählen, wie es einst zu unserer Kinderzeit „drham“ war. Eine Kerze anzünden, ein „Rachermannl“ aufstellen, dabei eine CD abspielen und etwas  erzählen; das sollten wir uns in den Familien „gönnen“. Das tut uns und auch den Kindern gut.

Nun kurz ein Rückblick über das vergangene Jahr 2017.

Nachdem unser langjähriger Sprecher, Prof. Rudolf Jansche, in seinem Brief vom Dezember 2016 allen Heimatfreunden mitgeteilt hatte, daß er aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Sprecher niederlegen muß, waren viele aus unserem Kreis recht ratlos. Mit dem unerwarteten Tod von Franz Löschner kurz nach seinem 90. Geburtstag im Februar 2017 wurde unser Freundeskreis durch einen weiteren schweren Schicksalsschlag belastet. Ihm folgten mehrere Heimatleute in die ewige Heimat. In der Komotauer Zeitung und auf unserer Internetseite www.goerkau.de haben wir ihrer gedacht.

Trotz allem Ungemach war es wieder  gelungen, im Mai d.J. den Gedenkstein und das älteste Grab auf dem Görkauer Friedhof zu pflegen und dort ein Totengedenken zu halten. Dank sei dafür besonders Hauptmann a.D., Thomas Mielenz, und den Soldaten der Bundeswehr aus Sachsen zu sagen. Den GFK vertrat Jürgen Schmidt, der das Totengedenken sprach und einen Kranz niederlegte.

Auch zu den Quinauer Wallfahrten im Juli, dem 675 jährigen Jubiläum, waren zahlreiche Heimatleute aus dem Kreis Komotau angereist. Viele von ihnen nahmen auch am Samstag, den 8. Juli 2017 in Deutschneudorf am Treffen an der Gedenkstätte 9. Juni 1945 teil.

Die Ortsbetreuerin von Görkau und Mitarbeiterin im Aktiven Team des GFK, Ute Müller, bemühte sich sehr um den Nachlaß unseres Organisators Franz Löschner. Alle Originaldokumente, Broschüren, Jahresbriefe, Beiträge von Landsleuten, Unterlagen über unsere zahlreichen Treffen, Mitgliederlisten, Bücher und vieles andere in Ordnern und Kartons, befanden sich im Haus von Franz in Hofheim. Dessen Sohn, Wolfgang Löschner, hatte alles gesichert und zur Abholung durch Ute Müller im Oktober 2017 bereitgestellt. Sie hat alle Dokumente gesichtet, geordnet und aufgelistet und bewahrt sie wohlbehütet bei sich zu Hause auf, bis sich eine geeignete Ausstellungsmöglichkeit ergibt. So könnten später diese Unterlagen der Komotauer Heimatstube (Kreisarchiv) in Erlangen oder dem Sudetendeutschen Haus in München zugeführt werden. Von der interessanten Broschüre „Wissenswertes über Görkau . . .“, von Otto Steiger sind noch ein paar Exemplare vorhanden und können bei Frau Müller angefragt werden, Tel. 039051-5186; siehe auch die Info dazu in der Komotauer Zeitung Dezember 17/ Januar 18, S. 30.

Als besonderer Schatz befindet sich im Nachlaß eine Sammlung von zahlreichen Skizzen des Görkauer Bürgerschuldirektors Ernst Hennrich, der mit seinen naturgetreuen Zeichnungen Gebäude und Landschaften Görkaus und seiner Umgebung meisterhaft dargestellt hat. Dabei ist auch ein kleines Gemälde von Gustav Zindel „Mann mit Sense“. Wenn jemand aus unserem Kreis sachkundig ist und bei der Aufarbeitung des Nachlasses mithelfen möchte, so könnte er oder sie sich gern an Ute Müller wenden.

Oftmals wird von Landsleuten angefragt, wie es denn weiter gehen wird mit dem Görkauer Freundeskreis, wann es wieder ein Treffen in der Heimat oder anderswo geben könnte. Dazu können wir vom gegenwärtigen Aktiven Team: Ute Müller; Rudolf Jansche; Gerhard Triebe; Thomas Mielenz und Jürgen Schmidt nur sagen: jeder von uns tut, was er kann - was wir noch können - aber ein Franz Löschner ist leider nicht zu ersetzen. Ebenso ist die Suche nach einem neuen „Sprecher“ bisher erfolglos geblieben. Dennoch sind wir bemüht, unsere Verbundenheit mit der Heimat und mit Euch, liebe Heimatfreunde, aufrechtzuerhalten. 

Ein Treffen der Görkauer, der Jerker, kann es nach den gegenwärtigen Erkenntnissen nur geben, wenn sich die jüngere Generation, die Nachgeborenen, unsere Kinder und Enkel dafür einsetzen. Wenn diese ihren Eltern und Großeltern „zuliebe“ ein Treffen in Görkau, auch ohne ein Konzert auf Schloss Rothenhaus, ohne eine Andacht in der Stadtkirche und auf dem Friedhof vorbereiten könnten, dann würden wir uns alle sehr freuen.

Leider war es unserem  Redakteur Gerhard Triebe wegen seiner angeschlagenen Gesundheit und einer notwendigen OP nicht möglich, diese Weihnachtspost zu verfassen. So haben wir uns, Ute Müller und Jürgen Schmidt, kurzfristig entschlossen, diese Zeilen zusammenzutragen und wünschen unserem Gerhard gute Besserung.

Unsere Internetseite www.goerkau.de wird auch regelmäßig aktualisiert und enthält sehr viele Beiträge über die Geschichte und die Gegenwart unserer Heimat. Über diese moderne technische Einrichtung können uns allerdings meistens nur jüngere Leute erreichen und sie tun es auch oftmals. Die Redaktion ist dabei sehr bemüht, die eingehenden Fragen zur Stadt Görkau und zu unseren Vorfahren zu beantworten und die Kontakte zu den Jüngeren zu pflegen. Es wäre allerdings gut, wenn Ihr, liebe Heimatfreunde, Eure Kinder oder Enkel bitten würdet, sie mögen Euch die Görkauer Internetseite auf den Laptops oder Smartphones zeigen. Dann könntet Ihr mit ihnen darüber sprechen.

Die Älteren unter uns nehmen natürlich lieber die Komotauer Zeitung oder ein Buch zur Hand, wenn sie etwas erfahren wollen. Einen Brief oder eine Zeitschrift bei der Mittagsruhe auf dem Sofa zu lesen, ohne dafür zusätzlich einen elektrischen Anschluß haben zu müssen, ist uns lieber und vertrauter. Wenn wir jedoch unsere Kinder und Enkel für unser Leben interessieren wollen, dann bedarf es oftmals dieser neuen  elektronischen Medien. Diese neuen Geräte haben auch wirklich etwas Gutes, man muß nur lernen, sie richtig zu gebrauchen.

Liebe Heimatfreunde,

dieser kurze Überblick über das zurückliegende Jahr 2017 zeigt wohl auch, daß der GFK noch aktiv ist. Wahrscheinlich werden wir uns vorerst mit derartigen „Rundbriefen“, ein- oder zweimal im Jahr, begnügen müssen. Für diese Aktionen, wie Briefe versenden und unsere Internetseite am Leben erhalten, reicht unser „Vermögen“ leider nicht aus. An dieser Stelle sei allen Spendern nochmals herzlich gedankt. Die Kontoverbindung für weitere Spenden (Porto und Drucksachen) steht auf dieser Internetseite unter der Titelseite „Home“.

 Im nächsten Jahr 2018 ist die Pflege unseres Gedenksteines durch die Bundeswehr und das Totengedenken auf dem Friedhof in Görkau am 9. Mai vorgesehen. Es ist der Mittwoch vor Christi Himmelfahrt. Das könnte ein Anlass sein, um  eine privaten Reise nach Görkau zu unternehmen und so ein  Wiedersehen im kleinen Rahmen durchzuführen. 

Übernachtungen von Mittwoch zu Donnerstag könnten z.B. im Schloß Rothenhaus und in Hotels oder Pensionen in Komotau oder Görkau gebucht werden.

Wir bitten also um diesbezügliche Zustimmungen und Hinweise an Ute Müller (039051-5186) oder Jürgen Schmidt. (03528-442711).

 

So hätten wir doch wieder einen “Lichtblick“ für den GFK im kommenden Jahr!

 

(Dieser Text ist gegenüber der Briefversion leicht gekürzt; d. Red.)

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Literaturhinweise:

*  Im Buchkalender "Erzgebirge Saazerland" für 2018 vom Preußlerverlag (HPV) ist der Beitrag: "Die wundersame Geschichte des historischen Wandbildes in Görkau" auf den Seiten122 bis 130 erschienen.

* In der Komotauer Heimatzeitung, Heft Oktober-November 2017, ist der Bericht über die Quinauer Wallfahrten 2017 mit einigen Fotos veröffentlicht worden. Dieser Bericht steht auch auf unserer Internetseite unter Rückblicke 2017.

Die Komotauer Zeitung - auch "Heimat Chronik" genannt, ist die wichtigste Publikation unsere Heimatkreises Komotau für unsere Landsleute. Sie erscheint seit diesem Jahr leider nur noch jeden zweiten Monat als Doppelausgabe.

Gedruckt wird diese Zeitschrift im Helmut Preußler Verlag Nünberg und herausgegeben vom Kreisvorstand des Heimatkreises Komotau unter Leitung von Frau Hedwig Gemmrig.

Zahlreiche Heimatfreunde und Ortsbeteuer sowie der Förderverein Erzgebirge Saazerland füllen dieses "Heimatblatt" mit aktuellen Berichten und Fotos, mit Heimaterzählungen, sowie geschichtlichen, kulturellen, religiösen und politischen Beiträgen. Einen ansehnlichen Teil der 48 seitigen Doppelausgaben nehmen die Mitteilungen über die einzelnen Heimatorte und die Geburtstagswünsche unserer Landsleute ein.

Besonders für unsere Älteren, die sich nicht mehr mit den neuen Medien, wie z.B. dem Internet, anfreunden können, ist diese Zeitschrift das beste Bindeglied zwischen uns und unserer verlorenen Heimat und zwischen den Landsleuten untereinander.

Wer diese Heimatzeitung noch nicht abboniert hat, sollte das umgehend tun. Der Jahresbeitrag von 37,- € ist gut angelegtes Geld. Unter Tel.: 0911-954780 kann man eine Bestellung abgeben.

Jüngere Leute, die diese Zeilen hier im Internet lesen, haben somit die Möglichkeit, ihren Eltern, Großeltern, anderen Verwandten oder Freunden durch ein Abbo dieser Heimatzeitung eine große Freunde zu machen - vielleicht auch als Weihnachtsgeschenk.

J. Schmidt, Redaktion GFK