Görkau
von 1269 bis heute


Die Stadt Görkau wurde im Jahre 1269 gegründet. Sie ist die Nachbarstadt von Komotau. Heute grenzen die Städte Görkau / Jirkov und Komotau / Chomutov direkt aneinander.
Görkau liegt am Fuße des böhmischen Erzgebirges auf einer Meereshöhe von 310 Metern. Das Füßchen Biela, welches im oberen Erzgebirge entspringt und nach ca. 50 km bei Aussig in die Elbe mündet, durchquert die Stadt.
Seit alters her führt durch Görkau eine Handelsstraße von Sachsen (Mark Meißen) über Laun nach Prag.
Die Stadt hatte 1930 ca. 800 Häuser mit ca. 6700 Einwohnern, Görkau war Sommerfrische und Wintersportplatz mit den Wintersportzentren Göttersdorf, Neuhaus und Ladung.
Mehrere Industrie- und Gewerbebetriebe bildeten die Wirtschaftskraft der Stadt.




Görkau, Stadtansichten ca. 1938



Aus der Görkauer Stadtgeschichte

Die Gründung von Görkau wird um das Jahr 1269 vermutet. Zu dieser Zeit regierten in Böhmen als erbliche Könige die Přemysliden. Die von Rudolf Pensler 1910/1928 verfaßte "Geschichte der Stadt Görkau und des Schlosses Rothenhaus" erwähnt u.a. folgendes:

Am Fuß des Erzgebirges, inmitten großer Obstgärten liegt an beiden Ufern der Biela die wegen ihrer herrlichen Umgebung bekannte, etwa eine Stunde von Komotau entfernte, Stadt Görkau. Nicht weit von ihr erhebt sich das schön gelegene große Schloß Rothenhaus mit dessen Geschichte die der Stadt Görkau bis zum Jahre 1848 eng verknüpft ist. Die älteste Geschichte Görkaus ist in tiefes Dunkel gehüllt. Die vorhandenen Urkunden schweigen darüber, obgleich sie bis zum Anfang des 14. Jahrhunderts, also sehr weit in die Vergangenheit, zurückreichen. Wir kennen von der ersten Niederlassung nur einige dunkle unverbürgte Gerüchte. So die Herleitung des Namens der Stadt vom ersten Siedler J ö r g . Wie aus den ältesten Urkunden zu ersehen ist, hieß die Stadt anfangs J ö r k e, welchen Namen sie heute noch im Volksmunde der ehemaligen Görkauer führt. Andere leiten den Namen von einem Jägersmann namens Georg her, der in der Nähe der Weingasse ein Häuschen bewohnt haben soll. Das dazugehörige Waldrevier wurde nach ihm "Georgs-Au" benannt, woraus der Name Görkau entstanden sein soll.

Als erste dokumentarische Nachweise in der Geschichte von Görkau müssen die Privilegien bezeichnet werden, mit denen der Besitzer der Herrschaft Rothenhaus, Wilhelm Illenburg, im Jahre 1443 die bisher bloß als Gewohnheit und altes Herkommen bestandenen Stadtrechte anerkannte und befestigte, u.a. das Zugeständnis des ungehinderten Abzugsrechtes der Bürger, die Erlaubnis zum Bau eines Brauhauses, die Ablösung des Zinsgetreides, eine feste Gerichtspflege bei Sterbefällen, Überlassung von Bauholz an Abgebrannte. Unter dem Besitzer Albrecht von Konipaß erhielt Görkau im Jahre 1455 vom König Ladislaus die Bestätigung aller erlangten Freiheiten und das Recht, an jedem Mittwoch einen Wochenmarkt abzuhalten. Ein von diesem Besitzer an die Schuhmacherzunft ausgestelltes Privileg lautet:

"Ich Albrecht von Konipaß und vom Rotnhuße bekenne und tu kund mit diesem
offen Briefe vor allen, die ihn sehen oder hören lesen, daß vor mich kommen sein
die ehrbaren Schuster von Jörke meine lieben Getreuen und haben sich geeinet
um ihrer Gerechtigkeit vor mir und vor dem Rate von Jörke und vor baß haben sie
mich einmüthiglich gebeten, daß ich sie soll begnaden mit ihrer Gerechtigkeit."


Der Besitzer Lorenz Glatz von Altenhof bewilligte den Bürgern 1480 das Brauen und den Ausschank von Weißbier, befreite sie 1488 von der Verpflichtung des Heuhebens und Getreideschneidens und stellte eine neue Gerichtsform in Erbfällen auf. Durch seine Verwendung wurde Görkau im Jahre 1507 von König Wladislaw IV. allen Städten Böhmens gleichgestellt und erhielt das Recht zur Abhaltung eines Jahrmarktes zu St. Ägidi, welcher 8 Tage dauerte; der Wochenmarkt wurde vom Mittwoch auf den Freitag verlegt. Ferner wurden die Bürger berechtigt, die Stadt mit Mauern, Toren, Basteien und einem Wallgraben zu umgeben. Diese Befestigungen wurden in den Jahren 1828 - 1834 abgetragen.

Diese Privilegien waren der Stolz der Städte. Jeder neue Grundherr wurde gleich
gebeten, die bereits vorhandenen Freiheiten zu bestätigen. Auch jeder Bürgermeister
mußte nach seiner Wahl versprechen, für die Erhaltung der Privilegien zu sorgen.

Obwohl schon im Jahre 1507 König Wlatislaw Görkau zur Stadt erhoben hatte, wurde erst am 26.4.1588 mit Ermächtigung von Kaiser Rudolf II. das Stadtwappen verliehen. In der Ermächtigungsurkunde hieß es :

"Ich habe sie alle treuherzig erkannt und befunden, darum sollen sie drei
Herzen im Schilde und Wappen zum Gedächtnis führen und gebrauchen."


Das Stadtwappen wurde auch im verkleinerten Maßstabe im Amtssiegel der Stadt Görkau bis 1945, also fast 360 Jahre verwendet.


altes Stadtwappen


erneuertes Stadtwappen



Das dem Herrschaftsbesitzer gehörige Haus am Marktplatz (Rathaus) wurde 1840 abgerissen und ein neues Rathaus erbaut, das jetzt noch steht und der tschechischen Stadtverwaltung als Amtssitz dient.




Rathaus Görkau (2009)


Bierdeckel Görkauer Bürgerbräu


Einige Daten Stadtgeschichte

1269  erste Erwähnung von Görkau, Einwanderung deutscher Siedler

1300  erster Kirchenbau

1455  Bestätigung besonderer Freiheiten und Rechte durch König Ladislav Pohrobek (Ladislaus Postumus)

1507  Görkau wird allen Städten Böhmens gleichgestellt

1538  Bau der neuen Stadtkirche (röm. katholisch)

1556  erster lutherischer Prediger in Görkau

1570  Kaiser Maximilian II. bestätigt die Privilegien der Stadt

1579  Einzug der Reformation (evangelisch-lutherisch) in Görkau

1585  Christoph von Carlowitz führte das "Allgemeine Sachsenrecht" ein; Baurecht und Gerichtsbarkeit gingen an die Bürger der Stadt

1588  Kaiser Rudolf II. bestätigt das Stadtwappen

Seit dem 16. Jahrhundert war Görkau eine bedeutende Stadt des Bergbaus und des Handwerks

1590  erneute Einsetzung eines kath. Pfarrers in Görkau (Gegenreformation)

1597  erste Wasserleitung in Görkau, 1896 bedeutend erweitert.

1613  Alaunbergwerk angekauft, das nach dem Dreißigjährigen Krieg verfiel.

Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges wurde Görkau mehrmals gebrandschatzt und ausgeplündert. Die Stadt verarmte.

1653  fast alle Görkau Bürger wurden wieder katholisch (Gegenreformation), zahlreiche Protestanten wanderten nach Sachsen aus.

1656  Einweihung des neuen Altares in der Stadtkirche

1695  Beginn des Wiederaufstiegs der Stadt; aus diesem Anlaß und zum Gedenken an die Greul des Krieges wurde eine Mariensäule (Pieta) errichtet. (geschaffen vom Bildhauer Johann Brokoff)

1770 - 1773 herrschte eine große Hungersnot im Lande.

1771  erste Nummerierung der Häuser.

1834  Beseitigung der Befestigungswerke.

1835  Bau des neuen Schulgebäudes.

1860  Beginn des Baues der neuen evangelischen Kirche

1869  Eröffnung der Sparkassa

1871/72 Bau der Eisenbahn, Bahnhof Görkau der Dux-Bodenbacher Strecke

1880  Ankauf von 2160 ha Wald durch die Stadt; Bau der Kanalisation und Wasserleitung

1884  Errichtung des Postamtes

1904  Bau eines modernen Schulhauses (Bürgerschule)

1911  Anschluß an das elektrische Stromnetz

1919  4. März: Massenkundgebung für das Selbstbestimmungsrecht zum Anschluß an Deutsch-Österreich; trotz Protest werden alle Deutschen in den Tschechischen Staat eingegliedert.

1938  Treffen von Lord Runciman und Konrad Henlein am 18. August auf Schloß Rothenhaus (Situationsbericht)

1938  Im Oktober Angliederung der Stadt Görkau und des Sudetenlandes an das Deutsche Reich

1945/46 Enteignung und Vertreibung der gesamten deutschen Bevölkerung aus Görkau



Religiöses Leben, Schule und Kulturarbeit

Bevölkerung: 6330 Einw.; Katholiken 95,8 %, Protestanten 4 %, Juden 0,2 %. (ca. 1930)

Drei Kirchen: Dekanalkirche 1300 erbaut, Annakirche 1695 erbaut und evangelische Kirche 1863 erbaut.

Unterrichtswesen:
    1500  Erster Unterricht

    1603  Erste Mädchenschule

    1775  Normalschule; zwei Knaben- und eine Mädchenschule

    1886  Beide Schulen 6-klassig

    1896  Gewerbliche Fortbildungsschule (Berufsschule)

    1876  Erster Privatkindergarten, später in städtische Verwaltung

    1903/4 Einrichtung des neuen Friedhofes an der Sadschitzer Straße

    1911  Einrichtung einer Tagesheimstätte

    1923  Erste tschechische Schule

    1910  Volksbücherei, später Stadtbücherei

    1848  Erste Zeitung "Land- und Bezirksbote"

    1913  Erste Kinovorführung in einem städtischen Gasthof

    1930  Bau eines modernen Kinogebäudes

    1941/42 Musikfesttage auf Schloß Rothenhaus. Mitwirkende waren das Deutsche Philharmonische Orchester Prag (jetzt Bamberger Symphoniker) unter GMD Joseph Keilberth und der Ballette der Staatsopern Berlin und Dresden. Besucherzahl: 16.000


Vereinswesen
Die vier ältesten Vereine:
    Schützenverein 1440
    1. Deutscher Männergesangverein 1860
    Deutscher Turnverein 1864
    Erzgebirgsverein 1879



Einwohnerzahlen


Die Zusammensetzung der Görkauer Einwohner:
Außer den 6330 Deutschen (Volkszählung von 1930; ohne Ortsteil Weihngarten)
wohnten in Görkau:
    1900    6 Tschechen
    1910    8 Tschechen
    1920    130 Tschechen
    1930    338 Tschechen    
    1940    25 Tschechen



Industrie

In Görkau waren ansässig: 3 Baumwollspinnereien, eine Brauerei (Görkauer Bürgerbräu gegr. 1440/1480), 2 Dampfmühlen, eine Fabrik für Spitzen- und Posamentenerzeugung, Optische Werke, Kunststein-Industrie, Möbelwagenbau, Nagelschmiede, 2 Sägewerke, eine Wattefabrik, eine Färberei.
Es gab 35 Gastwirtschaften, Sparkasse, Kino, Postamt, Apotheke, Ärzte, Juristen.
Zahlreiche Handwerks- und Gewerbebetriebe sowie Einzelhandels- und Kolonialwarengeschäfte gaben der Kleinstadt ihren besonderen Charakter.
In den Jahren 1555-1559 wurde in der Stadt ein System von unterirdischen Gängen angelegt, welches als Brauereikeller diente und heute noch erhalten ist. Der Großzirkus Klutzky hatte in den 20er und 30er Jahren des 20.Jh. sein Winterquartier in Görkau. Die Villa der Familie ist bis heute erhalten und wurde 2010 restauriert.

Mit der Vertreibung der gesamten deutschen Bevölkerung 1945-46 kamen auch die Industrie, der Handel und die Gewerbebetriebe zum Erliegen.



Dekanalkirche St. Aegidius (1938)



Rathaus und Apotheke (1938)



Mariensäule (Pieta) Görkau, 2009 - Johann Brokoff 1695



Görkau, Blick zur Sparkasse (2009)



Görkau, Stadtplan ca. 1930
(Vergrößerung durch anklicken)


Görkau / Jirkov Stadtplan 2006



Görkau / Jirkov - heute (2016)

Nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung von Görkau 1945 bis1946, es handelte sich um etwa 6000 Menschen, war - wie sich denken läßt - die Stadt wie ausgestorben. Wirtschaft, Handel und Verkehr lagen darnieder. Auf den Straßen und in den meisten Häusern gab es keine Menschen und kein Leben mehr. Russisches Militär und tschechische Partisanen wechselten sich in der Belagerung der Stadt ab.
Allmählich kamen tschechische Siedler aus dem Innern des Landes, welche die verwaisten Häuser und öffentlichen Gebäude in Besitz nahmen. Sie sollten wieder Leben in die ehemals deutsch besiedelten Randgebiete Böhmens bringen und die Industrie und den Bergbau am Leben erhalten, ebenso die Land-und Forstwirtschaft.
Weil diese Menschen jedoch keine traditionellen Bindungen zur Landschaft, zu Städten und Dörfern hatten, wie es bei uns Deutschen und unseren Vorfahren der Fall war, stellte sich jahrzehntelang das
dafür erforderliche Heimatgefühl nicht ein. Stadtteile und umliegende Dörfer wurden dem Verfall preisgegeben oder abgerissen; Kultur, Kunst, Religion und andere Werte fanden lange Zeit keinen Platz in der alten Stadt Görkau /Jirkov.

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Auf der tschechischen Internetseite der Stadtverwaltung Jirkov / Görkau www.jirkov.cz ist u.a. folgendes über die Entwicklung nach 1945 zu lesen:

Die Geschichte von Görkau / Jirkov wurde durch die Folgen des Zweiten Weltkrieges dramatisch verändert. Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung bedeutete das Ende einer langen Etappe in der Geschichte unserer Stadt Jirkov / Görkau.
Die folgenden 19 Monate (nach 1945) in der Geschichte von Jirkov / Görkau verliefen sehr dramatisch. Den Beweis dafür geben uns die Zeugenschaften der damaligen Görkauer Einwohner.
In letzter Zeit werden auch die zugefügten Unrechte der Vertreibung enthüllt und die Vertreter der Stadt Jirkov / Görkau bieten den ursprünglichen Görkauer Einwohnern gegenseitige Versöhnung an.


(Dieser letzte Satz und alle deutschen Ortsbezeichnung wurden leider in der neuesten Version vom Febr. 2009, auf der Internetseite von Jirkov gestrichen; d. Red.)

Der zweite Teil der Geschichte der Stadt stellt einen Neubeginn dar. Es entstanden neue Verhältnisse, Beziehungen und Traditionen. Die Struktur der Bevölkerung wurde in ein paar Jahren radikal geändert. Im Laufe weiterer Jahrzehnte wurde Jirkov / Görkau wellenweise neu besiedelt. Im Jahre 1947 begann man sofort mit dem Aufbau der neuen Siedlungen. Aus dem Binnenland sind die ersten 3 500 Menschen gekommen, aus Böhmen, Mähren und aus anderen Landesteilen. Eine zweite Welle von Zuzügen gab es in den 1950er und 60er Jahren. Nach Jirkov / Görkau kamen Bewohner der untergegangenen Ortschaft Ervěnice / Seestadtl und aus den umliegenden Dörfern, die der Kohleförderung weichen mussten. Weitere Bewohner sind noch im Laufe der 1980er und 90er Jahre hinzu gekommen.

In die Stadt kamen viele Menschen ohne die geringste patriotische Beziehung zur neuen Heimat.

Jirkov / Görkau vergrößerte sich leider zum Nachteil der Umgebung und der vielen restlos vernichteten geschichtlichen Sehenswürdigkeiten. Dem Aufbau der Stadt fielen 71 Häuser im historischen Stadtteil zum Opfer.

In Jirkov / Görkau befinden sich mehrere moderne Siedlungen. Die erste Siedlung - Osada - wurde gebaut im Jahre 1947; in der Hälfte der 1950er Jahre Nové Ervěnice / Neu Seestadtl. Es war die letzte in der Tschechoslowakei in klassischer Ziegelmauer - Technologie gebaute Siedlung. Im Laufe der ersten Hälfte der 1970er Jahre entstand die Siedlung Nové Vinařická / Neu Weingarten. In den 80er Jahren die Siedlung Jirkov Mitte und eine ganze Reihe von Plattenbauten im Bereiche des neuen Wasser-Umleitungskanals.

Aus geographischer Sicht (Erweiterung und Vergrößerung) ist Jirkov / Görkau eine der jüngsten Städte in der Tschechischen Republik. In der Stadt befinden sich 16 Schuleinrichtungen. Sehr aktiv sind über 60 Organisationen, Sportklubs und die Musikschule (die frühere Bürgerschule). Diese Institutionen sorgen für eine besondere gesellschaftliche Atmosphäre. Die Stadtbehörde, welche seit den 1990er Jahren das Schloss Červený Hrádek / Rothenhaus besitzt, sorgt für vielfältiges gesellschaftliches Leben. Das Schloss bildet zur Zeit eines der kulturellen Zentren. In der Innenstadt befinden sich 2 Galerien, (Stadt- und Schlossgalerie) und ein Kino. Eine Reihe von kulturellen Veranstaltungen wird auch im Kulturhaus der Stadt durchgeführt.

In Jirkov / Görkau leben gegenwärtig so viele Einwohner wie nie zuvor. Am 31.12.2004 hatte die Stadt 20 410 Einwohner. Mit den Einzugsgemeinden sind es 21 078.
Die Stadt hat auch enge Beziehungen zu ehemaligen Bewohnern von Görkau / Jirkov, besonders zum "Görkauer Freundeskreis" in Deutschland.


Soweit Auszüge aus der Internetseite: www.jirkov.cz.

Die deutsche Version der tschechischen Internetseite ist 2008/09 nach Abstimmung mit der Stadtverwaltung von Jirkov durch den GFK sprachlich verbessert worden. Leider wurde dort bisher nur die korrigierte Seite zur Geschichte Görkaus veröffentlicht; der Beitrag über die "Gegenwart" befindet sich leider immer noch in einem fehlerhaften und mit unüblichen Ausdrücken versehenen Deutsch. (Stand Februar 2016).


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Der Görkauer Freundeskreis bemüht sich um gute Kontakte zu den gegenwärtigen Einwohnern von Jirkov / Görkau und besonders auch zur Stadtverwaltung, zur kath. Kirche und zu den kulturellen Einrichtungen wie zum Schloß Rothenhaus und zur Musikschule.

Daraus ergaben sich bisher das Aufstellen eines Gedenksteines mit deutscher und tschechischer Inschrift auf dem Görkauer Friedhof und dessen regelmäßige Pflege durch deutsche und tschechische Soldaten sowie die Restaurierung des ältesten Grabes auf dem Friedhof. Ebenso konnte mit Hilfe des GFK das altehrwürdige Wandbild an der Ostseite der St. Aegidius Kirche restauriert und am 1. November 2014 feierlich enthüllt werden. (siehe Fotoalbum u. Rückblicke 2014)

Wiederholte Konzertbesuche im Schloß Rothenhaus zusammen mit Vertretern der Partnerstadt Brand-Erbisdorf in Sachsen, sowie Andachten in der Pfarrkirche St. Aegidius und auf dem Friedhof bilden die Höhepunkte der regelmäßigen Besuche in unserer alten Heimatstadt Görkau.

Der Görkauer Freundeskreis lädt alle Interessierten, ob gebürtige Görkauer oder Nachfahren, ob Heimatleute aus den Nachbarorten von Görkau, ob Vertriebene oder in der Heimat Verbliebene ein, in unserem Freundeskreis mitzuwirken.

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Quellenangabe:
Die Beiträge sind den Jahreszeitschriften "Unvergessene Heimat" des Görkauer Freundeskreises von 1997 bis 2008 entnommen. Diese stammen von Emil Siegert, Dr. Kurt Sandner, Walter Kult und aus der Stadtchronik von Rudolf Pensler, 1928; z.T. aus der Internetseite der Stadt Jirkov / Görkau.

Ergänzungen von Jürgen Schmidt 2010, 2015 u. 2016;

Fotos: Siegfried Hennrich (1938), aus der Görkauer Chronik von R. Pensler, Jürgen Schmidt und Kopien von alten Postkarten

Die Ortsbetreuerin für Görkau und Rothenhaus ist:

Frau Ute Müller
Neustadtstr.13, 39359 Calvörde
Telefon: 039051-5186
E-Mail: guammueller@googlemail.com