Rückblicke 2017


Weihnachtskrippe_Goerkau
Görkauer Weihnachtskrippe

Eine f
rohe und gesegnete Weihnacht

sowie ein gesundes, zufriedenes Neues Jahr 2018
       
 wünschen, im Namen des Görkauer Freundeskreises,
Ute Müller und Jürgen Schmidt.


Hinweis:
die Weihnachtszeit endet nach dem katholischen Kirchenjahr mit dem Hochfest der Erscheinung des Herrn - Heilige Drei Könige; bzw. mit dem Fest der Taufe Jesu am 7. 1. 2018.
Nach alter christlicher und auch böhmischer Tradition bleiben allerdings die Weihnachtskrippen in den Kirchen und in vielen Familien bis zum 2. Februar, dem Fest Mariä Lichtmeß, stehen.


Weihnachtsbrief 2017

an die Görkauer, an die „ Jerker“ 

und alle Heimatfreunde

 

Liebe Heimatfreunde,

an Stelle des gewohnten bunten und umfangreichen Weihnachtsbriefes unseres unvergessenen Franz Löschner kommt in diesem Jahr diese Nachricht in einfacherer Form zu allen, die sich dem Görkauer Freundeskreis zugehörig und verbunden fühlen.

Gewiß wird unsere Anzahl kleiner, aber im Herzen verbindet uns immer noch unsere alte Heimatstadt Görkau und die sie umgebende Landschaft und die Dörfer. Gerade zur Advents- und Weihnachtszeit steigen in uns „Alten“, die die Kindheit am geliebten südlichen Erzgebirgshang verbringen durften, die Erinnerungen an Sitten und Bräuche, an Lichterglanz und Weihnachtsduft, an kleine Geschenke, alte Weihnachtslieder und an unsere eigenen Eltern und Großeltern wieder auf. Es sollte darum möglich sein, in diesen Wochen vor Weihnachten auch unseren Kindern, Enkeln und womöglich auch Urenkeln zu erzählen, wie es einst zu unserer Kinderzeit „drham“ war. Eine Kerze anzünden, ein „Rachermannl“ aufstellen, dabei eine CD abspielen und etwas  erzählen; das sollten wir uns in den Familien „gönnen“. Das tut uns und auch den Kindern gut.

Nun kurz ein Rückblick über das vergangene Jahr 2017.

Nachdem unser langjähriger Sprecher, Prof. Rudolf Jansche, in seinem Brief vom Dezember 2016 allen Heimatfreunden mitgeteilt hatte, daß er aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Sprecher niederlegen muß, waren viele aus unserem Kreis recht ratlos. Mit dem unerwarteten Tod von Franz Löschner kurz nach seinem 90. Geburtstag im Februar 2017 wurde unser Freundeskreis durch einen weiteren schweren Schicksalsschlag belastet. Ihm folgten mehrere Heimatleute in die ewige Heimat. In der Komotauer Zeitung und auf unserer Internetseite www.goerkau.de haben wir ihrer gedacht.

Trotz allem Ungemach war es wieder  gelungen, im Mai d.J. den Gedenkstein und das älteste Grab auf dem Görkauer Friedhof zu pflegen und dort ein Totengedenken zu halten. Dank sei dafür besonders Hauptmann a.D., Thomas Mielenz, und den Soldaten der Bundeswehr aus Sachsen zu sagen. Den GFK vertrat Jürgen Schmidt, der das Totengedenken sprach und einen Kranz niederlegte.

Auch zu den Quinauer Wallfahrten im Juli, dem 675 jährigen Jubiläum, waren zahlreiche Heimatleute aus dem Kreis Komotau angereist. Viele von ihnen nahmen auch am Samstag, den 8. Juli 2017 in Deutschneudorf am Treffen an der Gedenkstätte 9. Juni 1945 teil.

Die Ortsbetreuerin von Görkau und Mitarbeiterin im Aktiven Team des GFK, Ute Müller, bemühte sich sehr um den Nachlaß unseres Organisators Franz Löschner. Alle Originaldokumente, Broschüren, Jahresbriefe, Beiträge von Landsleuten, Unterlagen über unsere zahlreichen Treffen, Mitgliederlisten, Bücher und vieles andere in Ordnern und Kartons, befanden sich im Haus von Franz in Hofheim. Dessen Sohn, Wolfgang Löschner, hatte alles gesichert und zur Abholung durch Ute Müller im Oktober 2017 bereitgestellt. Sie hat alle Dokumente gesichtet, geordnet und aufgelistet und bewahrt sie wohlbehütet bei sich zu Hause auf, bis sich eine geeignete Ausstellungsmöglichkeit ergibt. So könnten später diese Unterlagen der Komotauer Heimatstube (Kreisarchiv) in Erlangen oder dem Sudetendeutschen Haus in München zugeführt werden. Von der interessanten Broschüre „Wissenswertes über Görkau . . .“, von Otto Steiger sind noch ein paar Exemplare vorhanden und können bei Frau Müller angefragt werden, Tel. 039051-5186; siehe auch die Info dazu in der Komotauer Zeitung Dezember 17/ Januar 18, S. 30.

Als besonderer Schatz befindet sich im Nachlaß eine Sammlung von zahlreichen Skizzen des Görkauer Bürgerschuldirektors Ernst Hennrich, der mit seinen naturgetreuen Zeichnungen Gebäude und Landschaften Görkaus und seiner Umgebung meisterhaft dargestellt hat. Dabei ist auch ein kleines Gemälde von Gustav Zindel „Mann mit Sense“. Wenn jemand aus unserem Kreis sachkundig ist und bei der Aufarbeitung des Nachlasses mithelfen möchte, so könnte er oder sie sich gern an Ute Müller wenden.

Oftmals wird von Landsleuten angefragt, wie es denn weiter gehen wird mit dem Görkauer Freundeskreis, wann es wieder ein Treffen in der Heimat oder anderswo geben könnte. Dazu können wir vom gegenwärtigen Aktiven Team: Ute Müller; Rudolf Jansche; Gerhard Triebe; Thomas Mielenz und Jürgen Schmidt nur sagen: jeder von uns tut, was er kann - was wir noch können - aber ein Franz Löschner ist leider nicht zu ersetzen. Ebenso ist die Suche nach einem neuen „Sprecher“ bisher erfolglos geblieben. Dennoch sind wir bemüht, unsere Verbundenheit mit der Heimat und mit Euch, liebe Heimatfreunde, aufrechtzuerhalten. 

Ein Treffen der Görkauer, der Jerker, kann es nach den gegenwärtigen Erkenntnissen nur geben, wenn sich die jüngere Generation, die Nachgeborenen, unsere Kinder und Enkel dafür einsetzen. Wenn diese ihren Eltern und Großeltern „zuliebe“ ein Treffen in Görkau, auch ohne ein Konzert auf Schloss Rothenhaus, ohne eine Andacht in der Stadtkirche und auf dem Friedhof vorbereiten könnten, dann würden wir uns alle sehr freuen.

Leider war es unserem  Redakteur Gerhard Triebe wegen seiner angeschlagenen Gesundheit und einer notwendigen OP nicht möglich, diese Weihnachtspost zu verfassen. So haben wir uns, Ute Müller und Jürgen Schmidt, kurzfristig entschlossen, diese Zeilen zusammenzutragen und wünschen unserem Gerhard gute Besserung.

Unsere Internetseite www.goerkau.de wird auch regelmäßig aktualisiert und enthält sehr viele Beiträge über die Geschichte und die Gegenwart unserer Heimat. Über diese moderne technische Einrichtung können uns allerdings meistens nur jüngere Leute erreichen und sie tun es auch oftmals. Die Redaktion ist dabei sehr bemüht, die eingehenden Fragen zur Stadt Görkau und zu unseren Vorfahren zu beantworten und die Kontakte zu den Jüngeren zu pflegen. Es wäre allerdings gut, wenn Ihr, liebe Heimatfreunde, Eure Kinder oder Enkel bitten würdet, sie mögen Euch die Görkauer Internetseite auf den Laptops oder Smartphones zeigen. Dann könntet Ihr mit ihnen darüber sprechen.

Die Älteren unter uns nehmen natürlich lieber die Komotauer Zeitung oder ein Buch zur Hand, wenn sie etwas erfahren wollen. Einen Brief oder eine Zeitschrift bei der Mittagsruhe auf dem Sofa zu lesen, ohne dafür zusätzlich einen elektrischen Anschluß haben zu müssen, ist uns lieber und vertrauter. Wenn wir jedoch unsere Kinder und Enkel für unser Leben interessieren wollen, dann bedarf es oftmals dieser neuen  elektronischen Medien. Diese neuen Geräte haben auch wirklich etwas Gutes, man muß nur lernen, sie richtig zu gebrauchen.

Liebe Heimatfreunde,

dieser kurze Überblick über das zurückliegende Jahr 2017 zeigt wohl auch, daß der GFK noch aktiv ist. Wahrscheinlich werden wir uns vorerst mit derartigen „Rundbriefen“, ein- oder zweimal im Jahr, begnügen müssen. Für diese Aktionen, wie Briefe versenden und unsere Internetseite am Leben erhalten, reicht unser „Vermögen“ leider nicht aus. An dieser Stelle sei allen Spendern nochmals herzlich gedankt. Die Kontoverbindung für weitere Spenden (Porto und Drucksachen) steht auf dieser Internetseite unter der Titelseite „Home“.

 Im nächsten Jahr 2018 ist die Pflege unseres Gedenksteines durch die Bundeswehr und das Totengedenken auf dem Friedhof in Görkau am 9. Mai vorgesehen. Es ist der Mittwoch vor Christi Himmelfahrt. Das könnte ein Anlass sein, um  eine privaten Reise nach Görkau zu unternehmen und so ein  Wiedersehen im kleinen Rahmen durchzuführen. 

Übernachtungen von Mittwoch zu Donnerstag könnten z.B. im Schloß Rothenhaus und in Hotels oder Pensionen in Komotau oder Görkau gebucht werden.

Wir bitten also um diesbezügliche Zustimmungen und Hinweise an Ute Müller (039051-5186) oder Jürgen Schmidt. (03528-442711).

 So hätten wir doch wieder einen “Lichtblick“ für den GFK im kommenden Jahr!

(Dieser Text ist gegenüber der Briefversion leicht gekürzt; d. Red.)



Runde Geburtstage - Geburtstagsjubiläen der Görkauer Heimatfreunde.

( Daten des Jahres 2017)

 

Behr, Marianne geb. Walz - zum 85. Geburtstag am 1. Dezember in V. - Schwenningen

 

Gunkel, Justine  geb. Schwadisch - zum 90. Geburtstag am 15. Oktober in 30982 Pattensen

 

Achtzehn, Günther - zum 85. Geburtstag am 30. September in 06740 Bitterfeld-Wolfen

 

Weber, Erich - zum 90. Geburtstag am 18. September in 63069 Offenbach

 

Hentsch, Hans - zum 90. Geburtstag am 3. September in 06889 Wittenberg

 

Siegert, Maria  geb. Jungwirth -   zum 90. Geburtstag am 20. August in 69118 Heidelberg

 

 Springer, Michael - zum 50. Geburtstag am 16. Juni in 88471 Laupheim

 

Busch, Elke – zum 70. Geburtstag am 16. Mai in 41236 Mönchengladbach

 

Unfried, Brigitte  geb. Heinrich – zum 80. Geburtstag am 6. Mai in 07381 Pößneck

 

Siegert, Emil – zum 90. Geburtstag am 22. April in 69118 Heidelberg

 

Weingärtner, Petra – zum 60. Geburtstag am 14. März in 07619 Schkölen

 

Glöckner, Inge – zum 80. Geburtstag am 12. März in 74177 Bad Friedrichsthal

 

Löschner, Franz – zum 90. Geburtstag am 10. Februar in Hofheim am Taunus

 

Hennek, Alfred -  zum 80. Geburtstag am 18. Januar in 07549 Gera

 

Dr. Köblitz, Karl zum 70. Geburtstag am 10. Januar in  01309 Dresden

 

Köllner, Ferdinand - zum 90. Geburtstag am 1. Januar in 06295 Eisleben

 


Advent, Advent, ein Lichtlein brennt !

Weihnachtsbaum_Heimat

An diesem Baum könnten viele Lichter brennen. Ob er noch so dasteht ist ungewiß.
Die Görkauer Heimatleute kennen diesen Blick, der im Foto festgehalten ist.
Siegfried Hennrich, der Sohn des bekannten Bürgerschuldirektors,
hat den Winter 1940 in diesem Farbdiapositiv für uns alle festgehalten.
(oberhalb von Görkau mit Blick zum Tannich - Berg)


Eine ruhige und zufriedene Adventszeit wünscht die Redaktion des Görkauer Freundeskreises!


Totengedenken im November

Einige Tage im November sind traditionelle Gedenktage für die Toten und für die Gefallenen der Kriege.

Der 1. November ist der kirchliche Gedenktag „Allerheiligen“. An diesem Tag wird all derer gedacht, die nicht im „Heiligenkalender“ der kath. Kirche verzeichnet sind, aber trotzdem als heiligmäßige Menschen gelebt haben und ebenso als Vorbilder für uns alle - nicht nur für Christen - dienen können.

Der 2. November wird als „Allerseelentag“ begangen. An diesem Tag gedenken wir unserer verstorbenen Angehörigen und Freunde. Wir schmücken die Gräber (soweit das noch möglich ist) und gedenken ihrer bei einem Gottesdienst oder im persönlichen Gebet.

Der Totensonntag, auch Ewigkeitssonntag genannt (letzter Sonntag vor dem 1. Advent), den besonders die evangelischen Christen begehen, entspricht in etwa dem Allerseelentag.

Der Mittwoch vor dem Toten- oder Ewigkeitssonntag wird in evangelischen Regionen als Buß- und Bettag begangen. Dieser Tag ist allerdings gegenwärtig nur in Sachsen arbeitsfrei.

Der Volkstrauertag, der seit 1952 in Deutschland am vorletzten Sonntag des Kirchenjahres  begangen wird, wurde im Jahre 1919 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge vorgeschlagen und seit 1922 an verschiedenen Tagen im März als Gedächtnis der Opfer der zwei Weltkriege begangen.

Der Monat November gilt darum im Volksmund als „Trauer- und Gedächtnismonat“, was auch dem Wetter in dieser Zeit entspricht.

Danach beginnt mit dem Advent eine hoffnungsvollere Zeit mit den Erwartungen auf Weihnachten mit seinen frohen und gemütlichen Bräuchen, besonders in unserer erzgebirgischen Heimat.


Kriegerdenkmal_Goerkau

Kriegerdenkmal in Görkau auf dem alten Annenfriedhof (Annapark)

Zustand bis 1945

Dem GFK liegen die 139  Namen auf den einzelnen Tafeln vor;
diese sind auch der zentralen Erfassungsstelle für Altösterreich in Wien übermittelt worden. 

Kriegerdenkmal_Goerkau_heute

Das gleiche Denkmal im gegenwärtigen Zustand

- leider ohne Überschrift und ohne Namen der Gefallenen -


Hier auf dem Görkauer Kriegerdenkmal sind (waren) nur die Namen der 139 Gefallenen des Ersten Weltkrieges verzeichnet.
Es ist bis heute schwierig, der Opfer auch des Zweiten Weltkrieges und der Vertreibung der deutschen Bevölkerung, die an Zahlen vielfach größer ist,  auf Denkmalen öffentlich zu gedenken.
Vergessen wir unsere Gefallenen und unsere Verstorbenen nicht!

 

† † †

 

Todesnachrichten aus dem Jahre 2017

 Aus dem Görkauer Freundeskreis sind verstorben:

IhlFranz

Franz Ihl,  am 22. November 2017

(die Beisetzung fandam 5. Januar 2018 in Berlin Mahlsdorf statt)

 

Hannelore_Zielke-Scholz

Hannelore Zielke, geb. Scholz

aus Rothenhaus

 am 25. August 2017

 

Marie_Chlouba_Hellmich

Marie Chlouba, geb. Hellmich

am 26. Juni 2017

 

Anton_Harich

Anton Harich,  am 8. Juni 2017

 

Rehatschek, Erich

 

Erich Rehatschek,    am 27. April 2017

Mann_Benno

Benno Mann,    am  19. März 2017

Heidler_Gerhard

Gerhard Heidler,  am 18.  März 2017

Loeschner_Franz

Franz Löschner,      am 17. Februar 2017

* * *
Dr. Helmut Bergner,
 am 18. Januar 2017 (leider kein Foto)

Wir gedenken in Dankbarkeit unserer verstorbenen Heimatfreunde.

Gott, der Herr über Leben und Tod, schenke ihnen seinen Frieden und die ewige Heimat.

 

„Über den Himmel Wolken ziehen,

über die Felder geht der Wind,

irgendwo über den Bergen,

muss meine ferne Heimat sein."         

(Hermann Hesse)

† † †

 

Unsere Heimat im Herbst

- Der Vogelbeerbaum - die Eberesche -

Dar Vuglbeerbaam

Vogelbeerbaum_1

Die herbstliche Landschaft des gesamten Erzgebirges ist von den zahllosen Vogelbeerbäumen geprägt. Sie stehen meisten an den Straßen und Wegen; aber auch mitten in der Landschaft und in den Städten und Dörfern. So manch ein Erzgebirger hat einen oder mehrere dieser wunderschönen Bäume in seinem Garten oder an seinem Haus.

Die Eberesche, wie dieser Baum offiziell genannt wird, mit der potanische Bezeichnung Sorbus aucuparia, gibt es als Wildform und als besser genießbare Edeleberesche - Sorbus aucuparia, var. edulis.

Sie blüht in Form einer weißen, ausgebreitete Schirmrispe jenach Lage von Mai bis Juni. Im Herbst sind die leuchtend roten Dolden mit den erbsengroßen, apfelähnlichen Früchten ein schöner Anblick und ein Anziehungspunkt für die Vögel.

Aus der herben, eßbaren Variante der Vogelbeere, die  reichlich Vitamin C enthält, können zusammen mit anderen Obstsorten schmackhafte Marmeladen und Konfitüren hergestellt werden. Bekannt ist auch der erzgebirgische "Vuglbeerschnaps".

Vogelbeere_Dolde

Ein besondere Loblied auf diesen Baum, welches im deutschsprachigen Raum sehr bekannt ist, schrieb 1887 der aus Johanngeorgenstadt in Sachsen stammende Oberforstrat Max Schreyer; Dar Vuglbärbaam. Auch der aus dem böhmischen Erzgebirge stammende Anton Günther widmete dem Vogelbeerbaum ein in Mundart verfaßtes Lied: Wenn de Vuglbeer blüht.  

Vugelbeerbam

J. Sch.9-2017

 

 

Unsere Heimat im Sommer

QuinauerKircheSommerG.Zindel

Quinauer Landschaft

(Gemälde von Gustav Zindel)

* * *

Quinauer Wallfahrt

2017 - seit 675 Jahren im böhmischen Erzgebirge

Quinau_Kirche2014

Wallfahrtskirche in Quinau

Wallfahrtsgottesdienste

in der Kirche Mariä Heimsuchung Quinau

-       Hl. Messe in deutscher Sprache  -

An den Sonntagen

2., 9. u. 16. Juli 2017 - Beginn jeweils 14.00 Uhr

 

                Herzliche Einladung an alle christlichen Wallfahrer !                                

* * *

Anfahrten aus Deutschland: über Marienberg - Reitzenhain - Natschung (Načetin)

Kallich (Kalek) Platten (Blatno) nach Quinau (Květnov)

oder über Komotau (Chomutov) - Platten (Blatno) nach Quinau (Květnov).

Anfahrten über Deutscheinsiedel, Deutschneudorf, Deutschkatharinenberg

oder Rübenau nur für Ortskundige.

 Die Marien-Wallfahrtskirche ist an diesen Sonntagen bereits am Vormittag geöffnet.

Es finden ab 10:00 Uhr verschiedene (tschechische) Gottesdienste statt.

                              Anfragen an: Pfr. Brünnler, Schmölln Tel.: 034491-582393

                                           oder Hr. J. Schmidt, Radeberg, Tel.: 03528-442711

                        Navi - Koordinaten: N 50°31.198  E013° 22.532          www.goerkau.de

 

Maria hat geholfen!

 

Bericht über die Quinauer Wallfahrten 2017

 

Die Wallfahrten nach Quinau/Kvetnov im Böhmischen Erzgebirge waren im Jubiläumsjahr 2017 geprägt vom Gedenken an die 675 jährige Geschichte dieses Wallfahrtsortes und von den zahlreichen Votivtafeln mit der Aufschrift „Maria hat geholfen“ die, restauriert, im Gewölbe unter dem Glockenturm wieder angebracht waren.

Wie es seit Jahrhunderten Tradition ist, kamen auch in diesem Jahr an den drei Sonntagen (2.; 9. u. 16. Juli) zum Fest Mariä Heimsuchung (2. Juli) wieder zahlreiche Pilger in die alte Heimat im Böhmische Erzgebirge, um Maria, die Gottesmutter, zu ehren und um Trost und Hilfe zu erbitten. Die Hl. Messen in deutscher Sprache begannen jeweils 14:00 Uhr mit dem Rosenkranzgebet. Die tschechischen Katholiken kamen bereits am Vormittag vom Dorfkreuz in Quinau über die Rosenkranztreppe zur Wallfahrtskirche. Erfreulich ist zu beobachten, dass diese zusammen mit ihren Kindern zur Wallfahrtskirche kommen.

Der Ablauf der Hl. Messe wurde bereits in einer Beratung der Vorbereitungsgruppe Anfang April d.J. festgelegt. Die Hauptzelebranten, andere Priester und die Organisten konnten für die einzelnen Wallfahrtssonntage eingeteilt werden. Aus dem Quinauer Liederheft wurden, wie alle Jahre, Lieder herausgesucht, die den Gläubigen von Kindheit an vertraut sind; wie Teile der Schubertmesse und verschiedene Marienlieder. Dabei ist auch Abwechslung gefragt. Und so wurden in diesem Jahr auch zwei neuere Lieder aus dem „Gotteslob“ gesungen. Mit den verschiedenen Priestern am Altar hörten die Gläubigen auch unterschiedliche Predigten. Diese sind stets bemüht, den vielseitigen Ansprüchen der Pilger gerecht zu werden und ihnen entsprechende Glaubensbotschaften mit auf den Weg zu geben.

Quinau_2.So_2017_Gem.

Wallfahrergemeinde beim Gottesdienst am 9.Juli 2017

Die Marienandacht nach der Hl. Messe war geprägt von besonderen Mariengebeten, Litaneien und Gesängen. Am 2. Wallfahrtssonntag sprach der Priester ein wirklich zu Herzen gehendes Gebet, er sagte u.a.: „Muttergottes von Quinau, wir kommen zu dir, um dir die Ehre zu geben. Seit 675 Jahren wallfahren die Menschen hierher ins Böhmische Erzgebirge mit ihren Sorgen und mit ihren Nöten im Geiste verbunden mit denen, die sie am Herzen tragen. Und keiner wird weggegangen sein, ohne Trost und Hilfe erfahren zu haben. Wir kommen auch heute zu dir und bitten um deinen Schutz und deinen Segen und deine Fürsprache bei Christus . . .“. Zahlreiche Pilger kamen dann nach vorn, um Maria, in Gestalt der altehrwürdigen, wunderschönen, holzgeschnitzten Statue, zu verehren.

Für uns, die vertriebenen Deutschen, die aus dem Altkreis Komotau stammen, wird es zunehmend schwieriger, die uralte Marienwallfahrtsstätte in Quinau zu besuchen. Aber auch in diesem Jubiläumsjahr fanden sich zahlreiche Pilger aus den alten und neuen Bundesländern Deutschlands ein. Verstärkt wurden sie durch Katholiken aus den sächsischen Nachbarpfarreien Chemnitz, Flöha, Freiberg, Marienberg-Olbernhau und anderen Orten. Für künftige Jahre besteht die berechtigte Hoffnung, dass auch jüngere Priester die deutschsprachigen Gottesdienste leiten. So kamen an den einzelnen Sonntagen neben den deutschen Priestern, die aus unserer Heimat stammen, wie Pfarrer Karl Brünnler und Pfr. Heinrich Bohaboj, jeweils auch Pfarrer und Kapläne aus Sachsen. Diesen sei vielmals gedankt. Das alles stimmt zuversichtlich, zumal in den 1970er und 80er Jahren die Hl. Messen für uns Deutsche meistens nur von den tschechischen Pfarrern aus Görkau und Komotau gehalten wurden.

Ein herzliches Gott vergelt´s gilt ebenfalls den anderen aktiven Mitwirkenden wie Lektoren, Vorbetern, Ministranten, Organisten und Küstern. Aber gedankt sei auch all denen, die die Kirche gereinigt und geschmückt haben.

Die Anzahl der Gläubigen ist am 2. Wallfahrtssonntag (9. Juli) mit etwa 160 am höchsten gewesen, weil die Teilnehmer am Gedenktag des Komotauer Todesmarsches in Deutschneudorf zusammen mit der Heimatkreisbetreuerin, Frau Hedwig Gemmrig, ebenfalls nach Quinau kamen. An den zwei anderen Sonntagen waren es jeweils etwa 50 Pilger.

Besonderes Interesse fanden an allen drei Sonntagen die Votivtafeln im Gewölbe des Glockenturms. Neben 15 Tafeln aus Glas und einer aus Marmor, konnten auch 3 aus Holz gesichert und angebracht werden. Diese wurden erst 1946 gestiftet. Andere sind bereits 100 Jahre alt.  Sie stammen aus der Zeit der zwei Weltkriege. Angefertigt wurden sie zum Teil vom Görkauer Bildhauer und Steinmetz Franz Richter. In zwei Arbeitseinsätzen im Mai und Juli 2017 hatten Diakon Neumann und Jürgen Schmidt, zusammen mit ihren Ehefrauen, die alten Tafeln, die früher hinter dem Hauptaltar in der Quinauer Kirche angebracht waren, gereinigt, restauriert und angeschraubt. Ebenso wurde eine zerbrochene Votivtafel am Bildstock, draußen neben dem Felsen, repariert und befestigt. Die Unkosten für diese Arbeiten übernahm dankenswerterweise das Ehepaar Gömpel aus Trutzhain, dem Quinauer Wallfahrtsort in Hessen.

Votivtafeln_Quinau_2017

                  Votivtafeln im Gewölberaum des Glockenturms

Gern angenommen wurde von den Pilgern auch das Angebot an Verpflegung und von allerlei Wallfahrtsandenken am Kiosk, den wieder dankenswerterweise Frauen aus der Pfarrei Görkau/Jirkov betrieben. Es konnten Kerzen, Glöckchen, Tassen und Oblaten mit deutscher Beschriftung erworben werden. Angeboten wurde auch das bis 2017 erweiterte Heftchen zur Geschichte der Quinauer Wallfahrt aus dem Jahr 1925.

Ebenfalls neu war in diesem Jahr eine dreifache Biergartengarnitur, die von Pfr. Brünnler organisiert und vom Heimatkreis Komotau gespendet wurde. Diese Sitzgelegenheiten boten den Pilgern Platz für einen Imbiß und für Gespräche. Pfr. M. Dvoulety, der zuständige tschechische Pfarrer aus Görkau/Jirkov, war auch besonders dankbar für die Kollekte an den drei Sonntagen.

Es kann und wird in Quinau leider nie mehr so sein, wie vor der Vertreibung der deutschen Bevölkerung, als es in Quinau zahlreiche Prozessionen hinauf ins Gebirge gab, als viele Gasthäuser im Dorf geöffnet hatten und Verkaufsstände die Lindenallee zur Kirche hinauf säumten, als es für die Kinder ein „Ringelspiel“ gab und hunderte Gläubige die Beichte ablegten. Das können „die Alten“ nur in der Erinnerung bewahren und es ihren Nachfahren weitergeben.

Priester_u._Assistenz_2.So.2017

Priester und Assistenz nach der Hl. Messe am 9.Juli 2017

Am Ende dieses kurzen Berichtes ist aber festzuhalten, dass an allen drei Sonntagen die Menschen gern nach Quinau kamen und hoffentlich auch getröstet und gestärkt mit dem Segen der Muttergottes wieder in ihren Alltag zurück kehrten.

Unsere Vorfahren haben ihren Dank an die Gottesmutter Maria von Quinau auf den Votivtafeln niedergeschrieben. Vertrauen auch wir darauf: „Maria hat geholfen und sie wird auch weiter helfen!“

Wir sind alle aufgerufen, auch in den nächsten Jahren wieder nach Quinau zu pilgern, wo wir als dankbare Heimatfreunde und Gäste in unserem geliebten Erzgebirge willkommen sind.

Beten und arbeiten wir dafür, dass das alte, liebliche Marienheiligtum unserer Heimat weiterhin erhalten, gepflegt und vor allem von gläubigen Menschen beiderseits des Erzgebirges besucht wird.

Jürgen Schmidt, im Juli 2017

Landkarte mit Ortsnamen um Quinau/Kvetnov

LandkarteQuinau

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Treffen an der Gedenkstätte in Deutschneudorf  

am Samstag, den 8. Juli 2017, 13:oo Uhr

Gedenkstätte Deutschneudorf

Gedenkstätte in Deutschneudorf

zum Todesmarsch von Komotau ins Arbeitslager Matheuern am 9. Juni1945

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Gedenksteinpflege in Görkau (Jirkov)

am 22. Mai 2017

Wenn man selbst dabei ist, von früh morgens bis zum Abend, also 12 Stunden lang, erst dann kann man einschätzen und bewerten, was es bedeutet, einen Gedenkstein zu pflegen. Es handelt sich um den jährlichen  Einsatz von Soldaten der Bundeswehr in unserer Heimatstadt Görkau/Jirkov, bei dem das Areal um den Gedenkstein des Görkauer Freundeskreises (GFK) und das älteste Grab auf dem Städtischen Friedhof gereinigt und mit neuem weißen sächsischen Marmorsplitt belegt wurden.


Gedenkstein_Goerkau_2017

Gedenkstein des Görkauer Freundeskreises auf dem Friedhof in Görkau (Jirkov)

Im Jahre 2004 ist dieser Gedenkstein, der an die verstorbenen Deutschen in Görkau und an die Vertriebenen, die in der Fremde ruhen, errichtet worden. Das geschah mit großzügiger Unterstützung und in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Jirkov/Görkau. Seit der Errichtung der Anlage organisiert das Mitglied des GFK, Thomas Mielenz, Hptm. i. R., aus der Partnerstadt Brand-Erbisdorf jährlich diesen ganz besonderen Einsatz von Soldaten und Reservisten der Bundeswehr (Standort Sachsen). Bis vor wenigen Jahren beteiligten sich auch Soldaten der tschechischen Armee daran und es wäre zu begrüßen, wenn diese landesübergreifende Zusammenarbeit wieder aufleben könnte.

Es ist in diesem Zusammenhang festzuhalten, dass dieser Gedenkstein kein „Kriegerdenkmal“, sondern eine Erinnerungsstätte an die deutsche Bevölkerung von Görkau/Jirkov ist, die mindestens seit der ersten Erwähnung der Stadt im Jahre 1269 bis vor 70 Jahren hier lebte.

Wie ein eingespieltes Team von Landschaftsgärtnern hatten sechs Soldaten der verschiedensten Waffengattungen und Dienstgrade innerhalb von 2 Stunden das gesamte Denkmalsareal und das geschützte erste Grab auf dem Friedhof in einen sauberen, gepflegten Zustand versetzt.

Zur Mittagspause mit gutem böhmischem Essen wurden alle Beteiligten, auch die Vertreter des GFK und der Partnerstadt Brand-Erbisdorf, vom Bürgermeister der Stadt Jirkov/Görkau ins Schloß Rothenhaus eingeladen.

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Das älteste Grab auf dem neuen Friedhof in Görkau

 

Pünktlich um 14:00 Uhr begann dann auf dem Friedhof die traditionelle kurze Gedenkfeier. Dazu waren auch der Bürgermeister von Jirkov/Görkau, Radek Štejnar, mit der Dolmetscherin Andrea Karlovska und der Oberbürgermeister der Partnerstadt Brand-Erbisdorf, Dr. Martin Antonow, gekommen. Die Soldaten und Offiziere hatten ihre Dienstuniformen angelegt und drei tschechische Jagdhornbläserinnen umrahmten die kleine Feier. In gleicher Weise, wie bei den vergangenen Treffen des GFK mit bis zu 50 Heimatleuten, legten die Vertreter der Gruppen Kränze und Blumengebinde am Gedenkstein nieder.

  

Es folgten kurze Grußworte der beiden Bürgermeister und des GFK- Vertreters, Jürgen Schmidt. Dieser nahm den Titel des Buches von Prof. Rudolf Jansche, „Damit kein Gras drüber wächst“ zum Mittelpunkt seiner Gedenkworte in dem er ausführte: Dieses alte deutsche Sprichwort ist heute hier wortwörtlich ausgeführt worden. Sie haben dafür gesorgt, dass dieser Gedenkstein mit der Inschrift immer sichtbar und gepflegt ist. Die Geschichte der Menschen, die hier lebten, wird damit nicht vergessen.“

Der Redner ging auch besonders auf den unerwarteten Tod des Gründungsmitgliedes und Organisators des GFK, Franz Löschner, am 17.2.2017 ein. Vor einem Jahr hatte dieser noch selbst den Kranz für die verstorbenen Heimatfreunde zum Gedenkstein getragen.

Mit dem Entzünden eines Grablichtes und eines kurzen Gebetes zum Totengedenken endete diese würdige Feier.

Gruppenbild_2017

Gruppenbild von der Denkmalspflege und der Kranzniederlegung am 22. Mai 2017

Den Beteiligten war es deutlich anzumerken, dass es wichtig und richtig ist, diesen jährlichen Arbeitseinsatz zu leisten. Er soll nicht nur der Pflege des Gedenksteins dienen, sondern ganz besonders der nachbarlichen und partnerschaftlichen Begegnung von Tschechen und Deutschen, damit das gegenseitige Verständnis über die vergangenen tragischen Ereignisse weiter wächst, noch bestehende Missverständnisse abgebaut und unterschiedliche Geschichtsauffassungen geklärt werden.

Jürgen Schmidt, GFK

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          Ostern in Görkau und Umgebung


Osterreiter_und_Aufpeitschen

Osterreiter und Buben beim Aufpeitschen im Görkauer Land
(Zeichnung Adolf Sachs, aus Komotauer Zeitung, April 2017)

 

 

Wie in allen Landesteilen, in den Landschaften, in den Dörfern und Städten unsere alten Heimat Böhmen, so gab es auch in Görkau verschiedene Bräuche zum Osterfest.

Da waren zunächst die „weltlichen“ Bräuche, die besonders mit dem Frühlingsanfang und dem Aufblühen der Natur zusammenhingen: Osternester mit Osterhasen und Ostereiern für die Kinder wurden von den Eltern hergerichtet und möglichst im Garten versteckt; Bauern hatten Osterlämmer und Osterzicklein vom Haus auf frischen Wiesen; junge Mädchen gingen schweigend Osterwasser holen; Knaben kamen am Ostermontag zum „Aufpeitschen“ in die Häuser und baten um Süßigkeiten.

Manche dieser Bräuche gingen auch auf christliche Traditionen zurück. Die Palmprozession am Palmsonntag war der Beginn der Kar- und Ostertage. Das „Schnarrenhgehen“ der Buben in der Karwoche war ebenfalls ein kirchlicher Brauch. Von Gründonnerstag bis Karsamstag wurde mit allerhand Gerät geschnarrt, weil in diesen Tagen keine Kirchenglocken läuteten.

Seinerzeit war es üblich, die Auferstehungsfeier bereits am Karsamstag zu beginnen. Dabei kamen die Gläubigen zu einer Prozession zusammen, die um die Kirche herumführte, um dann die Hl. Messe in der Dekanalkirche St. Aegidius mitzufeiern.

Auch das Osterreiten gab es mancherorts, bei dem Reiter auf geschmückten Pferden die Botschaft von der Auferstehung durch Stadt und Dorf trugen.

Gewiss haben die Heimatvertriebenen aus Görkau und der Umgebung in ihrem neuen Umfeld andere, neue und schöne Osterbräuche kennen und lieben gelernt, aber die Erinnerung an die Kindheit und Jugendzeit kommt an allen Festen, so auch zu Ostern, wieder in freudige, aber auch wehmütige Erinnerung.

Der Görkauer Freundeskreis wünscht allen Heimatleuten ein frohes und gesegnetes Osterfest.  

(hier war ein Bild von einem Osterbrunnen)

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- Nachruf -

Zum Abschied von Franz Löschner

Franz_Trauer

  * 10.2.1927

    + 17.2.2017 

Unser Landsmann und Heimatfreund  Franz Löschner
ist nicht mehr unter uns.

 

Noch in der letzten Ausgabe der Komotauer Zeitung gratulierten wir ihm zu seinem 90. Geburtstag und freuten uns mit ihm über dieses Jubiläum.

Nun erreichte uns diese traurige und schmerzliche Nachricht. Franz ist unerwartet am 17. Februar 2017 im Krankenhaus in Hofheim verstorben.

Wir verlieren mit Franz Löschner einen guten Freund, der uns viel gegeben hat und unendlich fehlen wird.

Er war der nimmermüde und begnadete Organisator unseres Görkauer Freundeskreises. Er war kein Mann großer Worte. Er organisierte alljährlich die Heimattreffen, verwaltete die Finanzen, er dokumentierte und archivierte unzählige Berichte, Erzählungen, Ortspläne und Landkarten über unserer geliebten Heimat, über die Stadt Görkau und deren Umgebung. Seine alljährliche Oster- und Weihnachtspost wird uns von nun an fehlen. Sein Lebenswerk aber bleibt uns und unseren Nachkommen erhalten. Durch sein Wirken für den Görkauer Heimatkreis hat sich Franz Löschner um seine Heimat außerordentlich verdient gemacht. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet. Er wird in unserer Mitte für immer in Erinnerung bleiben.

Franz Löschner wurde am 7. März auf dem Friedhof in Kelkheim beigesetzt. Im Namen des Görkauer Freundeskreises hat Prof. Rudolf Jansche ihn auf seinem letzten Gang begleitet und ein Blumengesteck niedergelegt. Seinem Sohn Wolfgang und den weiteren Angehörigen sprechen wir hiermit nochmals unsere aufrichtige Anteilnahme aus.

Lieber Franz, Du warst ein liebenswerter und aufrichtiger Heimatfreund. Einen besseren gibt es nicht. Du hattest noch so viel vor und wolltest noch so viel tun. Wir danken Dir für alles und werden Deiner immer gedenken.

Wie gern hörtest Du das Anton Günther -  Lied   'S is Feierobnd “.  Wir verneigen uns tief vor dir und wünschen Dir einen schönen Platz im Himmel. Lebe wohl, lieber Freund.

In Vertretung Deiner Freunde und Landsleute des Görkauer Freundeskreises:

Ute Müller, Heimatortsbetreuerin von Görkau
Gerhard Triebe, Redakteur des GFK
Prof. Rudolf Jansche
Thomas Mielenz
Jürgen Schmidt
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Karte der Danksagung von Familie Löschnmer

Dank_Fam._Löschner


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Hochfest "Erscheinung des Herrn" oder "Heilige Drei Könige"

6. Januar (Jänner) 2017

Das im Volksmund genannte "Dreikönigsfest" hat offensichtlich für die exotischen Gestalten und die seltsamen Geschenke der Weisen aus dem Morgenland ein so starkes Interesse geweckt, daß die theologische Aussage der Erscheinung des Herrn kaum zum Tragen gekommen ist. Die "Heiden" - repräsentiert durch die Weisen aus dem Morgenland - knien vor dem Christkind im Stall nieder. Man nennt dieses Fest auch Epiphanie oder Hoch-Neujahr.

Das Geschenk "Weihrauch" finden wir in den heutigen Kirchen- und Volksbräuchen, besonders bei der Haussegnung und im Erzgebirge bei den Räuchermännchen wieder. Zahlreiche Kindergruppen - als orientalische Könige verkleidet - ziehen durch unser Land, schreiben die Segensformel   -  * C+M+B+2017 *  - an die Türen und bitten um Gaben für soziale Zwecke.

KrippeDD

Weihnachtskippe mit den drei Weisen aus dem Morgenlande
in der kath. Hofkirche (Kathedrale) zu Dresden 


Nach altem katholischen und auch böhmischen Brauch bleiben zumindest die Weihnachtskrippen und mancherorts auch die Christbäume in den Kirchen und  in den Wohnhäusern bis zum 2. Februar (Feber), dem Festtag "Mariä Lichtmeß" stehen, dem Fest der "Darstellung des Herrn " (Jesus) im Tempel
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                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                Foto: Olly Schmidt, 2017;
                                                                                                                                                    Veröffentlichung und Weiterverwendung untersagt.

Ein zufriedenes, frohes, gesundes und gesegnetes

"Neues Jahr 2017"

allen Heimatleuten aus Görkau und der Umgebung!