Rückblicke 2017

Unsere Heimat im Sommer

QuinauerKircheSommerG.Zindel

Quinauer Landschaft

(Gemälde von Gustav Zindel)

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Quinauer Wallfahrt

2017 - seit 675 Jahren im böhmischen Erzgebirge

Quinau_Kirche_2014

Wallfahrtskirche in Quinau 2014

Wallfahrtsgottesdienste

in der Kirche Mariä Heimsuchung Quinau

-       Hl. Messe in deutscher Sprache  -

An den Sonntagen

2., 9. u. 16. Juli 2017 - Beginn jeweils 14.00 Uhr

 

                Herzliche Einladung an alle christlichen Wallfahrer !                                

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Anfahrten aus Deutschland: über Marienberg - Reitzenhain - Natschung (Načetin)

Kallich (Kalek) Platten (Blatno) nach Quinau (Květnov)

oder über Komotau (Chomutov) - Platten (Blatno) nach Quinau (Květnov).

Anfahrten über Deutscheinsiedel, Deutschneudorf, Deutschkatharinenberg

oder Rübenau nur für Ortskundige.

 Die Marien-Wallfahrtskirche ist an diesen Sonntagen bereits am Vormittag geöffnet.

Es finden ab 10:00 Uhr verschiedene (tschechische) Gottesdienste statt.

                              Anfragen an: Pfr. Brünnler, Schmölln Tel.: 034491-582393

                                           oder Hr. J. Schmidt, Radeberg, Tel.: 03528-442711

                        Navi Koordinaten: N 50°31.198  E013° 22.532          www.goerkau.de

 

Maria hat geholfen!

 

Bericht über die Quinauer Wallfahrten 2017

 

Die Wallfahrten nach Quinau/Kvetnov im Böhmischen Erzgebirge waren im Jubiläumsjahr 2017 geprägt vom Gedenken an die 675 jährige Geschichte dieses Wallfahrtsortes und von den zahlreichen Votivtafeln mit der Aufschrift „Maria hat geholfen“ die, restauriert, im Gewölbe unter dem Glockenturm wieder angebracht waren.

Wie es seit Jahrhunderten Tradition ist, kamen auch in diesem Jahr an den drei Sonntagen (2.; 9. u. 16. Juli) zum Fest Mariä Heimsuchung (2. Juli) wieder zahlreiche Pilger in die alte Heimat im Böhmische Erzgebirge, um Maria, die Gottesmutter, zu ehren und um Trost und Hilfe zu erbitten. Die Hl. Messen in deutscher Sprache begannen jeweils 14:00 Uhr mit dem Rosenkranzgebet. Die tschechischen Katholiken kamen bereits am Vormittag vom Dorfkreuz in Quinau über die Rosenkranztreppe zur Wallfahrtskirche. Erfreulich ist zu beobachten, dass diese zusammen mit ihren Kindern zur Wallfahrtskirche kommen.

Der Ablauf der Hl. Messe wurde bereits in einer Beratung der Vorbereitungsgruppe Anfang April d.J. festgelegt. Die Hauptzelebranten, andere Priester und die Organisten konnten für die einzelnen Wallfahrtssonntage eingeteilt werden. Aus dem Quinauer Liederheft wurden, wie alle Jahre, Lieder herausgesucht, die den Gläubigen von Kindheit an vertraut sind; wie Teile der Schubertmesse und verschiedene Marienlieder. Dabei ist auch Abwechslung gefragt. Und so wurden in diesem Jahr auch zwei neuere Lieder aus dem „Gotteslob“ gesungen. Mit den verschiedenen Priestern am Altar hörten die Gläubigen auch unterschiedliche Predigten. Diese sind stets bemüht, den vielseitigen Ansprüchen der Pilger gerecht zu werden und ihnen entsprechende Glaubensbotschaften mit auf den Weg zu geben.

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Wallfahrergemeinde beim Gottesdienst am 9.Juli 2017

Die Marienandacht nach der Hl. Messe war geprägt von besonderen Mariengebeten, Litaneien und Gesängen. Am 2. Wallfahrtssonntag sprach der Priester ein wirklich zu Herzen gehendes Gebet, er sagte u.a.: „Muttergottes von Quinau, wir kommen zu dir, um dir die Ehre zu geben. Seit 675 Jahren wallfahren die Menschen hierher ins Böhmische Erzgebirge mit ihren Sorgen und mit ihren Nöten im Geiste verbunden mit denen, die sie am Herzen tragen. Und keiner wird weggegangen sein, ohne Trost und Hilfe erfahren zu haben. Wir kommen auch heute zu dir und bitten um deinen Schutz und deinen Segen und deine Fürsprache bei Christus . . .“. Zahlreiche Pilger kamen dann nach vorn, um Maria, in Gestalt der altehrwürdigen, wunderschönen, holzgeschnitzten Statue, zu verehren.

Für uns, die vertriebenen Deutschen, die aus dem Altkreis Komotau stammen, wird es zunehmend schwieriger, die uralte Marienwallfahrtsstätte in Quinau zu besuchen. Aber auch in diesem Jubiläumsjahr fanden sich zahlreiche Pilger aus den alten und neuen Bundesländern Deutschlands ein. Verstärkt wurden sie durch Katholiken aus den sächsischen Nachbarpfarreien Chemnitz, Flöha, Freiberg, Marienberg-Olbernhau und anderen Orten. Für künftige Jahre besteht die berechtigte Hoffnung, dass auch jüngere Priester die deutschsprachigen Gottesdienste leiten. So kamen an den einzelnen Sonntagen neben den deutschen Priestern, die aus unserer Heimat stammen, wie Pfarrer Karl Brünnler und Pfr. Heinrich Bohaboj, jeweils auch Pfarrer und Kapläne aus Sachsen. Diesen sei vielmals gedankt. Das alles stimmt zuversichtlich, zumal in den 1970er und 80er Jahren die Hl. Messen für uns Deutsche meistens nur von den tschechischen Pfarrern aus Görkau und Komotau gehalten wurden.

Ein herzliches Gott vergelt´s gilt ebenfalls den anderen aktiven Mitwirkenden wie Lektoren, Vorbetern, Ministranten, Organisten und Küstern. Aber gedankt sei auch all denen, die die Kirche gereinigt und geschmückt haben.

Die Anzahl der Gläubigen ist am 2. Wallfahrtssonntag (9. Juli) mit etwa 160 am höchsten gewesen, weil die Teilnehmer am Gedenktag des Komotauer Todesmarsches in Deutschneudorf zusammen mit der Heimatkreisbetreuerin, Frau Hedwig Gemmrig, ebenfalls nach Quinau kamen. An den zwei anderen Sonntagen waren es jeweils etwa 50 Pilger.

Besonderes Interesse fanden an allen drei Sonntagen die Votivtafeln im Gewölbe des Glockenturms. Neben 15 Tafeln aus Glas und einer aus Marmor, konnten auch 3 aus Holz gesichert und angebracht werden. Diese wurden erst 1946 gestiftet. Andere sind bereits 100 Jahre alt.  Sie stammen aus der Zeit der zwei Weltkriege. Angefertigt wurden sie zum Teil vom Görkauer Bildhauer und Steinmetz Franz Richter. In zwei Arbeitseinsätzen im Mai und Juli 2017 hatten Diakon Neumann und Jürgen Schmidt, zusammen mit ihren Ehefrauen, die alten Tafeln, die früher hinter dem Hauptaltar in der Quinauer Kirche angebracht waren, gereinigt, restauriert und angeschraubt. Ebenso wurde eine zerbrochene Votivtafel am Bildstock, draußen neben dem Felsen, repariert und befestigt. Die Unkosten für diese Arbeiten übernahm dankenswerterweise das Ehepaar Gömpel aus Trutzhain, dem Quinauer Wallfahrtsort in Hessen.

Votivtafeln_Quinau_2017

                  Votivtafeln im Gewölberaum des Glockenturms

Gern angenommen wurde von den Pilgern auch das Angebot an Verpflegung und von allerlei Wallfahrtsandenken am Kiosk, den wieder dankenswerterweise Frauen aus der Pfarrei Görkau/Jirkov betrieben. Es konnten Kerzen, Glöckchen, Tassen und Oblaten mit deutscher Beschriftung erworben werden. Angeboten wurde auch das bis 2017 erweiterte Heftchen zur Geschichte der Quinauer Wallfahrt aus dem Jahr 1925.

Ebenfalls neu war in diesem Jahr eine dreifache Biergartengarnitur, die von Pfr. Brünnler organisiert und vom Heimatkreis Komotau gespendet wurde. Diese Sitzgelegenheiten boten den Pilgern Platz für einen Imbiß und für Gespräche. Pfr. M. Dvoulety, der zuständige tschechische Pfarrer aus Görkau/Jirkov, war auch besonders dankbar für die Kollekte an den drei Sonntagen.

Es kann und wird in Quinau leider nie mehr so sein, wie vor der Vertreibung der deutschen Bevölkerung, als es in Quinau zahlreiche Prozessionen hinauf ins Gebirge gab, als viele Gasthäuser im Dorf geöffnet hatten und Verkaufsstände die Lindenallee zur Kirche hinauf säumten, als es für die Kinder ein „Ringelspiel“ gab und hunderte Gläubige die Beichte ablegten. Das können „die Alten“ nur in der Erinnerung bewahren und es ihren Nachfahren weitergeben.

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Priester und Assistenz nach der Hl. Messe am 9.Juli 2017

Am Ende dieses kurzen Berichtes ist aber festzuhalten, dass an allen drei Sonntagen die Menschen gern nach Quinau kamen und hoffentlich auch getröstet und gestärkt mit dem Segen der Muttergottes wieder in ihren Alltag zurück kehrten.

Unsere Vorfahren haben ihren Dank an die Gottesmutter Maria von Quinau auf den Votivtafeln niedergeschrieben. Vertrauen auch wir darauf: „Maria hat geholfen und sie wird auch weiter helfen!“

Wir sind alle aufgerufen, auch in den nächsten Jahren wieder nach Quinau zu pilgern, wo wir als dankbare Heimatfreunde und Gäste in unserem geliebten Erzgebirge willkommen sind.

Beten und arbeiten wir dafür, dass das alte, liebliche Marienheiligtum unserer Heimat weiterhin erhalten, gepflegt und vor allem von gläubigen Menschen beiderseits des Erzgebirges besucht wird.

Jürgen Schmidt, im Juli 2017

Landkarte mit Ortsnamen um Quinau/Kvetnov

LandkarteQuinau

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Treffen an der Gedenkstätte in Deutschneudorf  

am Samstag, den 8. Juli 2017, 13:oo Uhr

Gedenkstätte Deutschneudorf

Gedenkstätte in Deutschneudorf

zum Todesmarsch von Komotau ins Arbeitslager Matheuern am 9. Juni1945

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Gedenksteinpflege in Görkau (Jirkov)

am 22. Mai 2017

Wenn man selbst dabei ist, von früh morgens bis zum Abend, also 12 Stunden lang, erst dann kann man einschätzen und bewerten, was es bedeutet, einen Gedenkstein zu pflegen. Es handelt sich um den jährlichen  Einsatz von Soldaten der Bundeswehr in unserer Heimatstadt Görkau/Jirkov, bei dem das Areal um den Gedenkstein des Görkauer Freundeskreises (GFK) und das älteste Grab auf dem Städtischen Friedhof gereinigt und mit neuem weißen sächsischen Marmorsplitt belegt wurden.


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Gedenkstein des Görkauer Freundeskreises auf dem Friedhof in Görkau (Jirkov)

Im Jahre 2004 ist dieser Gedenkstein, der an die verstorbenen Deutschen in Görkau und an die Vertriebenen, die in der Fremde ruhen, errichtet worden. Das geschah mit großzügiger Unterstützung und in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Jirkov/Görkau. Seit der Errichtung der Anlage organisiert das Mitglied des GFK, Thomas Mielenz, Hptm. i. R., aus der Partnerstadt Brand-Erbisdorf jährlich diesen ganz besonderen Einsatz von Soldaten und Reservisten der Bundeswehr (Standort Sachsen). Bis vor wenigen Jahren beteiligten sich auch Soldaten der tschechischen Armee daran und es wäre zu begrüßen, wenn diese landesübergreifende Zusammenarbeit wieder aufleben könnte.

Es ist in diesem Zusammenhang festzuhalten, dass dieser Gedenkstein kein „Kriegerdenkmal“, sondern eine Erinnerungsstätte an die deutsche Bevölkerung von Görkau/Jirkov ist, die mindestens seit der ersten Erwähnung der Stadt im Jahre 1269 bis vor 70 Jahren hier lebte.

Wie ein eingespieltes Team von Landschaftsgärtnern hatten sechs Soldaten der verschiedensten Waffengattungen und Dienstgrade innerhalb von 2 Stunden das gesamte Denkmalsareal und das geschützte erste Grab auf dem Friedhof in einen sauberen, gepflegten Zustand versetzt.

Zur Mittagspause mit gutem böhmischem Essen wurden alle Beteiligten, auch die Vertreter des GFK und der Partnerstadt Brand-Erbisdorf, vom Bürgermeister der Stadt Jirkov/Görkau ins Schloß Rothenhaus eingeladen.

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Das älteste Grab auf dem neuen Friedhof in Görkau

 

Pünktlich um 14:00 Uhr begann dann auf dem Friedhof die traditionelle kurze Gedenkfeier. Dazu waren auch der Bürgermeister von Jirkov/Görkau, Radek Štejnar, mit der Dolmetscherin Andrea Karlovska und der Oberbürgermeister der Partnerstadt Brand-Erbisdorf, Dr. Martin Antonow, gekommen. Die Soldaten und Offiziere hatten ihre Dienstuniformen angelegt und drei tschechische Jagdhornbläserinnen umrahmten die kleine Feier. In gleicher Weise, wie bei den vergangenen Treffen des GFK mit bis zu 50 Heimatleuten, legten die Vertreter der Gruppen Kränze und Blumengebinde am Gedenkstein nieder.

  

Es folgten kurze Grußworte der beiden Bürgermeister und des GFK- Vertreters, Jürgen Schmidt. Dieser nahm den Titel des Buches von Prof. Rudolf Jansche, „Damit kein Gras drüber wächst“ zum Mittelpunkt seiner Gedenkworte in dem er ausführte: Dieses alte deutsche Sprichwort ist heute hier wortwörtlich ausgeführt worden. Sie haben dafür gesorgt, dass dieser Gedenkstein mit der Inschrift immer sichtbar und gepflegt ist. Die Geschichte der Menschen, die hier lebten, wird damit nicht vergessen.“

Der Redner ging auch besonders auf den unerwarteten Tod des Gründungsmitgliedes und Organisators des GFK, Franz Löschner, am 17.2.2017 ein. Vor einem Jahr hatte dieser noch selbst den Kranz für die verstorbenen Heimatfreunde zum Gedenkstein getragen.

Mit dem Entzünden eines Grablichtes und eines kurzen Gebetes zum Totengedenken endete diese würdige Feier.

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Gruppenbild von der Denkmalspflege und der Kranzniederlegung am 22. Mai 2017

Den Beteiligten war es deutlich anzumerken, dass es wichtig und richtig ist, diesen jährlichen Arbeitseinsatz zu leisten. Er soll nicht nur der Pflege des Gedenksteins dienen, sondern ganz besonders der nachbarlichen und partnerschaftlichen Begegnung von Tschechen und Deutschen, damit das gegenseitige Verständnis über die vergangenen tragischen Ereignisse weiter wächst, noch bestehende Missverständnisse abgebaut und unterschiedliche Geschichtsauffassungen geklärt werden.

Jürgen Schmidt, GFK

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          Ostern in Görkau und Umgebung


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Osterreiter und Buben beim Aufpeitschen im Görkauer Land
(Zeichnung Adolf Sachs, aus Komotauer Zeitung, April 2017)

 

 

Wie in allen Landesteilen, in den Landschaften, in den Dörfern und Städten unsere alten Heimat Böhmen, so gab es auch in Görkau verschiedene Bräuche zum Osterfest.

Da waren zunächst die „weltlichen“ Bräuche, die besonders mit dem Frühlingsanfang und dem Aufblühen der Natur zusammenhingen: Osternester mit Osterhasen und Ostereiern für die Kinder wurden von den Eltern hergerichtet und möglichst im Garten versteckt; Bauern hatten Osterlämmer und Osterzicklein vom Haus auf frischen Wiesen; junge Mädchen gingen schweigend Osterwasser holen; Knaben kamen am Ostermontag zum „Aufpeitschen“ in die Häuser und baten um Süßigkeiten.

Manche dieser Bräuche gingen auch auf christliche Traditionen zurück. Die Palmprozession am Palmsonntag war der Beginn der Kar- und Ostertage. Das „Schnarrenhgehen“ der Buben in der Karwoche war ebenfalls ein kirchlicher Brauch. Von Gründonnerstag bis Karsamstag wurde mit allerhand Gerät geschnarrt, weil in diesen Tagen keine Kirchenglocken läuteten.

Seinerzeit war es üblich, die Auferstehungsfeier bereits am Karsamstag zu beginnen. Dabei kamen die Gläubigen zu einer Prozession zusammen, die um die Kirche herumführte, um dann die Hl. Messe in der Dekanalkirche St. Aegidius mitzufeiern.

Auch das Osterreiten gab es mancherorts, bei dem Reiter auf geschmückten Pferden die Botschaft von der Auferstehung durch Stadt und Dorf trugen.

Gewiss haben die Heimatvertriebenen aus Görkau und der Umgebung in ihrem neuen Umfeld andere, neue und schöne Osterbräuche kennen und lieben gelernt, aber die Erinnerung an die Kindheit und Jugendzeit kommt an allen Festen, so auch zu Ostern, wieder in freudige, aber auch wehmütige Erinnerung.

Der Görkauer Freundeskreis wünscht allen Heimatleuten ein frohes und gesegnetes Osterfest.  

(hier war ein Bild von einem Osterbrunnen)

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- Nachruf -

Zum Abschied von Franz Löschner

Franz_Trauer

  * 10.2.1927

    + 17.2.2017 

Unser Landsmann und Heimatfreund  Franz Löschner
ist nicht mehr unter uns.

 

Noch in der letzten Ausgabe der Komotauer Zeitung gratulierten wir ihm zu seinem 90. Geburtstag und freuten uns mit ihm über dieses Jubiläum.

Nun erreichte uns diese traurige und schmerzliche Nachricht. Franz ist unerwartet am 17. Februar 2017 im Krankenhaus in Hofheim verstorben.

Wir verlieren mit Franz Löschner einen guten Freund, der uns viel gegeben hat und unendlich fehlen wird.

Er war der nimmermüde und begnadete Organisator unseres Görkauer Freundeskreises. Er war kein Mann großer Worte. Er organisierte alljährlich die Heimattreffen, verwaltete die Finanzen, er dokumentierte und archivierte unzählige Berichte, Erzählungen, Ortspläne und Landkarten über unserer geliebten Heimat, über die Stadt Görkau und deren Umgebung. Seine alljährliche Oster- und Weihnachtspost wird uns von nun an fehlen. Sein Lebenswerk aber bleibt uns und unseren Nachkommen erhalten. Durch sein Wirken für den Görkauer Heimatkreis hat sich Franz Löschner um seine Heimat außerordentlich verdient gemacht. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet. Er wird in unserer Mitte für immer in Erinnerung bleiben.

Franz Löschner wurde am 7. März auf dem Friedhof in Kelkheim beigesetzt. Im Namen des Görkauer Freundeskreises hat Prof. Rudolf Jansche ihn auf seinem letzten Gang begleitet und ein Blumengesteck niedergelegt. Seinem Sohn Wolfgang und den weiteren Angehörigen sprechen wir hiermit nochmals unsere aufrichtige Anteilnahme aus.

Lieber Franz, Du warst ein liebenswerter und aufrichtiger Heimatfreund. Einen besseren gibt es nicht. Du hattest noch so viel vor und wolltest noch so viel tun. Wir danken Dir für alles und werden Deiner immer gedenken.

Wie gern hörtest Du das Anton Günther -  Lied   'S is Feierobnd “.  Wir verneigen uns tief vor dir und wünschen Dir einen schönen Platz im Himmel. Lebe wohl, lieber Freund.

In Vertretung Deiner Freunde und Landsleute des Görkauer Freundeskreises:

Ute Müller, Heimatortsbetreuerin von Görkau
Gerhard Triebe, Redakteur des GFK
Prof. Rudolf Jansche
Thomas Mielenz
Jürgen Schmidt
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Karte der Danksagung von Familie Löschnmer

Dank_Fam._Löschner


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Hochfest "Erscheinung des Herrn" oder "Heilige Drei Könige"

6. Januar (Jänner) 2017

Das im Volksmund genannte "Dreikönigsfest" hat offensichtlich für die exotischen Gestalten und die seltsamen Geschenke der Weisen aus dem Morgenland ein so starkes Interesse geweckt, daß die theologische Aussage der Erscheinung des Herrn kaum zum Tragen gekommen ist. Die "Heiden" - repräsentiert durch die Weisen aus dem Morgenland - knien vor dem Christkind im Stall nieder. Man nennt dieses Fest auch Epiphanie oder Hoch-Neujahr.

Das Geschenk "Weihrauch" finden wir in den heutigen Kirchen- und Volksbräuchen, besonders bei der Haussegnung und im Erzgebirge bei den Räuchermännchen wieder. Zahlreiche Kindergruppen - als orientalische Könige verkleidet - ziehen durch unser Land, schreiben die Segensformel   -  * C+M+B+2017 *  - an die Türen und bitten um Gaben für soziale Zwecke.

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Weihnachtskippe mit den drei Weisen aus dem Morgenlande
in der kath. Hofkirche (Kathedrale) zu Dresden 


Nach altem katholischen und auch böhmischen Brauch bleiben zumindest die Weihnachtskrippen und mancherorts auch die Christbäume in den Kirchen und  in den Wohnhäusern bis zum 2. Februar (Feber), dem Festtag "Mariä Lichtmeß" stehen, dem Fest der "Darstellung des Herrn " (Jesus) im Tempel
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                                                                                                                                                    Veröffentlichung und Weiterverwendung untersagt.

Ein zufriedenes, frohes, gesundes und gesegnetes

"Neues Jahr 2017"

allen Heimatleuten aus Görkau und der Umgebung!