Rückblicke 2018

 

Der Februar

 

– dr Feber – wie wir früher sagten -  ist ein Wintermonat in dem die Tage schon wieder heller und länger werden. Für die Zeit der länger werdenden Tage gibt es einen alten Vers:

 Zu Neujahr einen Hahnentritt; zu Dreikönig einen Hirschensprung und zu Lichtmeß eine ganze Stund".

Der zweite Tag des Monats, der Lichtmeßtag, Mariä Lichtmeß, ein kirchlicher Feiertag, ist bis heute durch Bauern- und Wetterregeln bekannt; z.B.

 

„Wenn`s zu Lichtmeß stürmt und schneit,

ist das Frühjahr nicht mehr weit.“

 

Weil es nun aber oftmals nicht im ganzen Land das gleiche Wetter gibt, trifft diese Regel wohl auch nicht überall zu. Auch sollte man den 2. Februar nicht  zu genau nehmen, denn manche dieser Sprüche gelten für die ganze Woche um diesen Tag herum. So war es in diesem Jahr 2018 sehr unterschiedlich, am 2. schien die Sonne und am 3. schneite es. Da kann sich jeder seinen Raim darauf machen, wann das Frühjahr kommen wird oder ob wir nochmal ein paar Tage oder Wochen Winter haben werden.

Im Gebirge oberhalb unserer Heimatstadt Görkau – Jerke – war es viel länger Winter, als am Südhang des Böhmischen Erzgebirges.

Unser Heimatmaler Gustav Zindel aus Rodenau bei Platten hat zahlreiche Winterbilder gemalt. Auch das Thema Schneesturm konnte er sehr lebendig festhalten. Zwei Gemälde von Gustav Zindel, die diese schwere Zeit für Mensch und Tier zeigen, möchte der Görkauer Freundeskreis an dieser Stelle veröffentlichen und damit sein gesamtes kulturelles Schaffen besonders lobend erwähnen. Seinen Nachkommen sei für die Erlaubnis vielmals gedankt.

J. Schmidt, GFK

Im Februar 2018



Schneestrurm_1

Schneestrurm_Zindel2
Der Schneesturm von Gustav Zindel

* * *


Literaturhinweise des GFK:

*  Im Buchkalender "Erzgebirge Saazerland" für 2018 vom Preußlerverlag (HPV) ist der Beitrag: "Die wundersame Geschichte des historischen Wandbildes in Görkau" auf den Seiten122 bis 130 erschienen.

* In der Komotauer Heimatzeitung, Heft Oktober-November 2017, ist der Bericht über die Quinauer Wallfahrten 2017 mit einigen Fotos veröffentlicht worden. Dieser Bericht steht auch auf unserer Internetseite unter Rückblicke 2017.

Die Komotauer Zeitung - auch "Heimat Chronik" genannt, ist die wichtigste Publikation unsere Heimatkreises Komotau für unsere Landsleute. Sie erscheint seit vorigem Jahr leider nur noch jeden zweiten Monat als Doppelausgabe.

Gedruckt wird diese Zeitschrift im Helmut Preußler Verlag Nünberg und herausgegeben vom Kreisvorstand des Heimatkreises Komotau unter Leitung von Frau Hedwig Gemmrig.

Zahlreiche Heimatfreunde und Ortsbeteuer sowie der Förderverein Erzgebirge Saazerland füllen dieses "Heimatblatt" mit aktuellen Berichten und Fotos, mit Heimaterzählungen, sowie geschichtlichen, kulturellen, religiösen und politischen Beiträgen. Einen ansehnlichen Teil der 48 seitigen Doppelausgaben nehmen die Mitteilungen über die einzelnen Heimatorte und die Geburtstagswünsche unserer Landsleute ein.

Besonders für unsere Älteren, die sich nicht mehr mit den neuen Medien, wie z.B. dem Internet, anfreunden können, ist diese Zeitschrift das beste Bindeglied zwischen uns und unserer verlorenen Heimat und zwischen den Landsleuten untereinander.

Wer diese Heimatzeitung noch nicht abboniert hat, sollte das umgehend tun. Der Jahresbeitrag von 37,- € ist gut angelegtes Geld. Unter Tel.: 0911-954780 kann man eine Bestellung abgeben.

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J. Schmidt, Redaktion GFK